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Natürliche, biologische und biodynamische Weine: Erzeugnis aus Leidenschaft, Liebe und Erfahrung kleiner Weinbauern

Juni 2nd, 2017 | By Andrea Rera in Ausflugstipps, Parco San Marco | No Comments »

Ein Wein muss, wie Essen, vor allem gut sein. Gut für den Körper und die Seele, aber auch für das Land, auf dem er entsteht – ein Bindeglied zwischen dem Boden, der Arbeit des Winzers und den althergebrachten Traditionen.

So ähnlich könnte man unsere Philosophie im Weinkeller des Parco San Marco beschreiben.

Deshalb haben wir neue Weine aus allen Regionen Italiens und der ganzen Welt in unser Sortiment aufgenommen. Allesamt natürlich, biologisch und biodynamisch.

Avec toi!

Wir wollen unseren Gästen echte regionale Weine bieten; über Generationen weitergegebenes Wissen darüber, wie man guten Wein macht, natürlichen Wein, der nichts weiter braucht als die Kraft der Natur und die Liebe des Winzers, der ihn anbaut und keltert.

Wir haben uns auf die Suche nach kleinen Weinkellereien gemacht und ihre Persönlichkeiten kennengelernt: die, die die Reben pflegen, die, die den Wein abfüllen, und schließlich diejenigen, die ihn vermarkten und in der ganzen Welt bekannt machen. Wir haben entdeckt, dass hinter diesen Weinen Gesichter stehen, Menschen mit Geschichten, mit Erfahrungen und vor allem mit Liebe und Leidenschaft, Menschen, die bereit sind alles zu geben für ein gutes Erzeugnis.

Heutzutage sind weltweit die meisten Weine standardisiert, d.h. produziert mithilfe agronomischer und önologischer Techniken, die der Qualität der Rebe, der Bedeutung der Region oder der Persönlichkeit des Erzeugers keine Rechnung tragen. Wir wollen Weine vorstellen, die begeistern; grosse Weine, die aus der Leidenschaft und dem handwerklichen und landwirtschaftlichen Know-How von Menschen entstehen; Weine, die keine chemischen Substanzen enthalten, weder Schwefeldioxid noch andere Zusätze, sondern lediglich natürliche Treibmittel verwenden und den natürlichen Lebenszyklus berücksichtigen.

Wir stellen Ihnen Weine mit Persönlichkeit vor!

Wir erzählen, wie Aldo Viola auf Sizilien einen der besten italienischen Syrah-Weine herstellt. Einen Grillo oder einen Catarratto, so aufrichtig und frisch, dass man sprachlos ist angesichts der Explosion von Aromen und Düften,  die sich in einem einzigen Glas verbergen.

Wir genießen duftende Perlweine aus der Franciacorta von Ca’ del Vent, der seine Reben biodynamisch anbaut, oder die Frische der Trauben von den Hängen der Abruzzen, vom Pecorino, über die Passerina bis nach Montepulciano d’Abruzzo, erzeugt vom Agrarbetrieb Marina Palusci.

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Den Rest der Welt entdecken wir mit einem Chardonnay von Jill und Catherine Vergé aus der Nähe von Macon, der ein radikaler Ausdruck ihres terroir mit seinen hundertjährigen Weinbergen ist. Mit Jason Ligas erklimmen wir die mazedonischen Berge, wo unbemerkt vom Rest der Welt, ganz natürlich und fern aller Kontrolle Rebstöcke für einen fruchtig-intensiven und sehr geschichtsträchtigen Wein kultiviert werden. Schließlich gelangen wir bis nach Jordanien zu Soliko Tsaishvili, einem Meister der Fermentationskunst, der  seine bodenständigen Weine in Amphoren reifen lässt. Er produziert erlesene Weine wie den Rkatsiteli und den Saperavi, von unverkennbarem Geschmack, entschieden, potent, tanninreich und erdig.

  written by Arianna Anselmetti

Italienischer Grappa

November 7th, 2015 | By Paola Mazzo in Gastronomie, Parco San Marco | No Comments »

Grappa wird durch die Destillierung des Tresters (Schalen) von Trauben gewonnen, die in Italien oder in der italienischen Schweiz angebaut und zu Wein verarbeitet werden. Der Name kommt wahrscheinlich von dem Wort „graspa“, der regionalen Bezeichnung der Spirituose im Triveneto, die sich wiederum von dem Wort „graspo“ ableitet, was auf Venezianisch Rebschössling oder Stengel bedeutet.

Grappa gewinnt man bei der Destillation des Tresters, der nach dem Abstich des Rotweins übrigbleibt. Dann sind die Traubenschalen bereits gegoren und können sofort destilliert werden. Es gibt allerdings noch zwei Sorten Traubentrester, die zu Grappa verarbeitet werden:

  • halb-gegorene Traubenschalen, die bei der Herstellung von Rosé-Wein anfallen; beim Trester von Likörweinen erhält man das gleiche Resultat.
  • roher Traubentrester, der bei der Herstellung von Weißwein gleich nach dem Pressen vom Most getrennt wird. Dann hat noch keine nennenswerte Gärung stattgefunden.

Der rohe oder halb-gegorene Trester muss zunächst weiter gären, denn Grappa kann nur aus gegorenen Trauben gebrannt werden.distillato-di-grappa

Grappa kann je nach Grad der Veredelung und/oder den in der Folge verwendeten Destillationstechniken in verschiedene Kategorien eingeteilt werden:

• Junger Grappa (z.B. Nonino Merlot)

•  Aromatischer Grappa, hergestellt aus aromatischen Rebsorten wie Muskateller, Gewürztraminer (z.B. der weiche Po’di Poli)

• Alter Grappa, der mindestens 12 Monate im Holzfass unter Aufsicht der italienischen Zollbehörde gelagert wurde. (z.B. La Scura)

• Sehr alter Grappa/Riserva, der mindestens 18 Monate im Holzfass unter Aufsicht der italienischen Zollbehörde gereift ist (z.B. Passione Barrique);

• Aromatisierter Grappa, dessen Geschmack durch Zugabe von natürlichen Aromen, Kräutern, Wurzeln, Früchten oder einer Kombination dieser Zutaten verändert wurde (z.B. Poli Licorice)

Natürlich können sich diese Klassifikationen auch überschneiden. So kann ein Grappa sowohl jung als auch aromatisch sein.

Eine zweite Art der Unterscheidung basiert auf der Art, wie der Grappa gebrannt wird:

• Grappa aus einer einzigen Rebsorte (z.B. Nonino Merlot)

• Grappa, der aus dem Trester verschiedener Rebsorten destilliert wird (z.B. Diciotto Lune

grappa con uvaSo kosten Sie Ihren Grappa:

Mit einem Blick auf die Farbe ist es bereits möglich zu erkennen, um welche Art Grappa es sich handelt: ein junger Grappa ist immer vollkommen klar und farblos, während ein im Holzfass gereifter Grappa zwischen Hellgelb und intensiv bernsteinfarben sein kann.

Beim Test des Bouquets halten Sie das Glas etwas entfernt von der Nase, um die Betäubung der Riechzellen durch den Alkohol zu verhindern und schnuppern nur kurz daran, um die feinen Nuancen wahrzunehmen.

Ein junger Grappa zeigt noch klare Anklänge an den frischen Trester und hat blumige und fruchtige Nuancen, wenn er aromatisch ist. Ein in Holzfässern gereifter Grappa weist eine Vielzahl von Gewürznoten auf, die von Vanille über Zimt, Lakritz, Kakao bis zu Tabak reichen. Das Probieren des Grappa rundet die sinnliche Erfahrung ab. Sie sollten Grappa in kleinen Schlucken trinken und den Kontakt mit dem Gaumen auf einige Sekunden beschränken.

Unsere Bar San Marco hat ein breites Angebot von Grappe für Sie, egal ob Sie bereits ein Kenner sind oder Grappa erst kennenlernen möchten. Hier finden Sie die ideale Umgebung, um dieses Getränk zu geniessen, entweder als Digestif vor dem offenen Kamin in der Lounge San Marco oder nach einem romantischen Abendessen bei Kerzenschein in unserem Ristorante  “La Terrazza”. Wir freuen uns auf Sie!

Lounge San Marco