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„Weihnachts-Tris” der süssen Art

Dezember 5th, 2015 | By Andrea Rera in Gastronomie, Parco San Marco | No Comments »

Die Herkunft der 3 beliebtesten Weihnachtsgebäcke Italiens:

PANDORO („goldenes Brot“)

Der traditionelle italienische Weihnachtskuchen hat seinen geografischen Ursprung in Verona. Die genaue Geschichte der Herkunft verliert sich leider etwas in der Zeit, darum gibt es auch mehrere Theorien, eine besagt, dass der Pandoro bereits um 500 zur Zeit der Republik Venedigs hergestellt wurde. Eine weitere besagt, der Pandoro sei eine reine Abwandlung des „Nadalin“ ein sternförmiger Kuchen aus Verona. Eine weitere Annahme zur Herkunft, ist das Wiener Brot, das mit sehr viel Butter gemacht wird und dem Pandoro sehr ähnlich ist. Ganz sicher weiss man nur, dass seit Ende 800 der Pandoro in Verona industriell hergestellt wird und dass er zu einem traditionellen Gebäck zuerst in der Gegend von Verona und anschließend auf nationalem Gebiet wurde.

Mit Sicherheit eine der Süssspeisen, die zu Weihnachten nicht fehlen darf.

pandoro

 

TORRONE („Nougat mit Mandeln“)

Wie der Pandoro wird auch die Torrone traditionell zu Weihnachten serviert. Häufig findet man den Torrone jedoch als Schokolade das ganze Jahr über. Für uns Italiener ist Cremona der Geburtsort der Torrone, dies ist jedoch nur teilweise richtig, denn ein sehr ähnliches Produkt hat ihren Ursprung im arabischen Raum, welche von dort in den mediterranen Raum, vor allem nach Spanien und Italien exportiert wurde. Eine Legende besagt, dass diese Süssware zum ersten Mal gegen Ende 1441 hergestellt wurde, zu Ehren der Vermählung von Francesco Sforza und Bianca Maria Visconti. Nach dieser Legende wurde der Torrone entsprechend der Form der „Torrazzo“, dem Glockenturm in der Nähe der Kathedrale von Cremona, eines der bekannten Wahrzeichen der Stadt hergestellt und woher auch ihr stammt. Eine andere Legende berichtet darüber, dass die erste Nachricht über der Torrone aus dem Jahr 1543 stammt, als die Stadt eine große Menge an Torroni kaufte um diese an Würdenträger die die Stadt besuchten zu schenken. Dies gibt Aufschluss darüber, inwieweit bereits der Torrone in dieser Epoche in der Gesellschaft und Volkstradition von Cremona verwurzelt war.

Mit Sicherheit werden wir selbst ein Stück Torrone zusammen mit einem Kaffee in der Weihnachtszeit genießen.

torrone

PANETTONE

Die zuverlässigste Legende besagt, dass der Mailänder Panettone (Weihnachtskuchen) während einer üppigen Weihnachtsfeier des Grafen Sforza entstand, als der Küchenchef bemerkte, dass sein Ofen seine vorbereitete Süssspeise verbrannte. Er verzweifelte und wusste nicht was er nun als Nachspeise servieren soll, sein Gehilfe, Toni, hatte die brennende Idee, den Kuchen den er aus Resten gemacht hatte zu präsentieren. Es war eine Art von süssem Brot mit Butter, kandierten Früchten und Nudeln. Zum großen Erstaunen des Küchenchefs war die Reaktion der geladenen Gäste und der Hausherren überaus positiv und sie überhäuften den Küchenchef mit Komplimenten und Enthusiasmus. Der verlegene Koch gab zu, dass der Erfolg rein seinem Gehilfen zuzuschreiben sei und seinem „Pan di Toni”. Eine andere Legende erzählt von einem jungen Falkners, Ughetto Atellani, der hoffnungslos in eine Bäckerin namens Algisa verliebt war, welche eine Bäckerei in der Nähe der Kirche „Grazie“ führte. Ihr Geschäft lief jedoch zu Weihnachten nicht besonders gut und man sah sehr viele Menschen vor der Bäckerei ihres Konkurrenten. Ughetto Atellani sah die Verzweiflung seiner Geliebten und beschließt, mit seinem letzten Geld Butter, Zucker, Eier und Rosinen zu kaufen. Sie vermischte alles mit Mehl und Liebe und der Kuchen wurde ein schöner Erfolg, nach diesem erfolgreichen Ereignis vermählten sich die beiden.

Unabhängig von den Legenden, ist der Kuchen ein simples Brot mit sehr einfachen Zutaten, die aber wenn man sie vermischt unsere Welt der Süssspeisen mehr als bereichert.

Eine Scheibe dieser Kuchenspezialität gehört zu Weihnachten einfach dazu.

panettone

Written by Angelo Lentinio