Posts Tagged ‘Parco San Marco’

Kaffee

Dezember 8th, 2017 | By Melanie Pohl in Parco San Marco | No Comments »

Man sagt ja immer, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Überall auf der Welt wird unterschiedlich gefrühstückt – eine Frage der Gewohnheit.

In Italien ist der wichtigste Protagonist dieser Gewohnheit der Kaffee.I39A6347

Inzwischen macht der größte Teil der Italiener ihren Kaffee mit dem Kaffeeautomaten. Wasser reinschütten, Kapsel rein und nach wenigen Minuten hast du einen Kaffee wie in der Bar auf dem Tisch bei dir zu Hause.

Aber der Kaffee aus der Mokkakanne ist eine ganz andere Geschichte. Er bedeutet Wohlbefinden, Familie, Ruhe, Auszeit. Er steht vor allem für “Zuhause-Sein” und, wenn man im Ausland ist, für Erinnerung an Italien. Wenn wir Italiener sagen: “Ich mache dir einen Kaffee” ist das der Ausdruck unserer Zuneigung und Aufmerksamkeit.

Der größte Vorteil bei der Mokkakanne ist, dass der Kaffee wirklich heiß ist, oder sogar brühendheiß; außerdem kann in einem Arbeitsgang Kaffee für mehrere Personen zubereitet werden.

 

Wie gelingt der “perfekte” Kaffee?

1-    Zunächst Kaffee mit dem richtigen Mahlgrad auswählen. Für die Mokkakanne braucht man etwas gröber gemahlenen Kaffee als für die Kaffeemaschine.

2-    Den Kessel mit der richtigen Menge Wasser füllen. Das Sicherheitsventil darf nicht überstiegen werden. Für ein optimales Resultat sollte man lieber Quellwasser verwenden als Wasser aus dem Wasserhahn.

3-    Nun brauchen wir die richtige Menge Kaffee. Achten Sie darauf, dass der Filter trocken ist, damit das Kaffeepulver nicht feucht wird. Dann das Kaffeepulver einfüllen und entweder mit dem Löffel oder durch leichtes Klopfen an den Filter ebnen, so dass sich an jeder Stelle des Filters gleich viel Kaffee befindet.

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4-    Bitte beachten: Mokkapulver darf keinesfalls zusammengedrückt werden. Einfach darauf achten, dass das Pulver trocken bleibt und gut geglättet ist.

5-    Sobald die Mokkakanne vorbereitet ist, wird sie bei niedriger Hitze auf die Herdplatte/Gasflamme gesetzt und laufend kontrolliert.

6-    Es ist wichtig, dass die Kanne vom Feuer genommen wird, bevor der Kaffee vollständig ausgetreten ist. Ideal ist es, wenn die Kanne von der Hitzequelle entfernt wird, bevor sie anfängt zu blubbern.

7-    Jetzt kann der kochendheiße Kaffee in die Espressotasse gegossen werden.

 

Und für den besten Kaffee aller Zeiten sollten Sie auch noch die folgenden Ratschläge beachten: eine unserer Mitarbeiterinnen hat verraten, dass für den Erhalt des Aromas idealerweise die Dose mit bereits gemahlenem Kaffee im Kühlschrank aufbewahrt wird.

Mehr ein Befehl als ein Ratschlag: nie die Mokkakanne in der Spülmaschine abwaschen! Um die Kanne zu reinigen, genügt es, sie mit heißem Wasser auszuspülen, allerhöchstens mit einem neutralen Spülmittel.

Denken Sie immer daran, dass man für guten Kaffee warten können muss – es ist ein langsamer Prozess, Schritt für Schritt. Kaffee zubereiten ist eine Kunst, und Kunst braucht Zeit und Geduld.

Geschrieben von Lara Beatrice

Brunate und seine Drahtseilbahn

November 16th, 2017 | By Wendy Koppen in Ausflugstipps, Parco San Marco | No Comments »

Brunate ist eine italienische Gemeinde von 1734 Einwohnern in der Provinz Como in der Lombardei. Bekannt ist der Ort für seine Drahtseilbahn, der direkten Verbindung mit Como, und für seine zahlreichen Aussichtspunkte, von denen aus man den gesamten Bogen der westlichen Alpen, die Poebene und die Apenninen sehen kann. Deswegen nennt man den Ort auch „Alpenblick-Balkon“.

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Das etwa 700m über dem Meeresspiegel gelegene Städtchen Brunate war schon immer ein Urlaubsziel der Vornehmen und Reichen aus Como und Milano, die sich hier zahlreiche schöne Jugendstilvillen erbauen liessen. Brunate ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge ins Grüne. Vom Aussichtspunkt Belvedere aus erblickt man die Konturen der historischen Altstadt mit dem antiken römischen Kastell und hat danach den weiten Blick über die Alpen und die Brianza-Ebene.

Zu den spektakulärsten Aussichtspunkten gehört der Faro Voltiani, ein echter Leuchtturm, der auf dem Gipfel des Monte Tre Croci (Drei-Kreuze-Berg) im Ortsteil San Maurizio steht. Man erklimmt den 29 Meter hohen Turm über eine Wendeltreppe mit 143 Stufen, die zu zwei Rundterrassen führen. Eine davon erlaubt einen weiten Blick über die Westalpen bis zum imposanten Gipfel des Monte Rosa. Jede Nacht scheint der Leuchtturm in den Farben grün, weiß und rot, vom Sonnenuntergang bis zur Morgendämmerung.

Weitere Aussichtspunkte sind der Belvedere di Via Pirotta, der Bonacossa-Platz und der Kirchhof der Kirche Sant’ Andrea. Letztere ist dem Stadtheiligen gewidmet – eine hübsche Kirche aus dem 14. Jahrhundert, die einst zu einem Kloster gehörte. Im Inneren können Sie von der Familie Recchi im 17. Jahrhundert gemalte Fresken bewundern, die Sant’ Andrea und San Maurizio darstellen.

Eine weitere Kirche, die Sie beim Gang durchs Zentrum besuchen können, ist die Chiesetta della Madonna di Pompei.3835_chiesa-di-sant-andrea-brunate-(1)

Aber es sind vor allem zivile Bauwerke, die die architektonische Besonderheit von Brunate ausmachen. Mit ihren steinernen Portalen und versteckten Höfen erzählen sie Geschichten aus lang vergangenen Zeiten. Zu den exklusivsten Höfen gehören der Hof des Kastells und der Corte degli Ebrei (Hebräerhof), der ungefähr um 1300 entstand.

Dank der Drahtseilbahn erreicht man Brunate bequem in nur sieben Minuten, während derer man sich von der grandiosen Aussicht auf den Lago di Como bezaubern lässt. Die Seilbahn fährt auf einem Fahrgleis und erreicht die maximal erlaubte Steigung von 55%.

Die 1894 eingeweihte Drahtseilbahn Como-Brunate verbindet die beiden lombardischen Gemeinden.

Bis zu den Anfängen des 19. Jahrhunderts war das Dorf Brunate von Como aus nur über einen Saumpfad erreichbar, der 1817 trassiert wurde.

Am 3. November 1891 wurde auf Initiative der Bevölkerung die Aktiengesellschaft für die Drahtseilbahn Como-Brunate gegründet. Am 3. September 1892 stimmte der Verwaltungsrat dem Bauprojekt zu und am 4. Januar des darauffolgenden Jahres konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Am 11. November 1894, nach weniger als einem Jahr Bauzeit , nahm die Drahtseilbahn Como-Brunate den Betrieb auf.

Der Bau des „Funicolare“ trug nicht wenig zur touristischen Entwicklung des Ortes am Hang bei, vor allem auch dank der fantastischen Aussicht auf Como und den gleichnamigen See, die man während der Fahrt hat.

Die Seilbahn fährt täglich jede halbe Stunde, samstags bis Mitternacht.

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Ausflug zum „Rogolone“, einer denkmalgeschützten Eiche

November 2nd, 2017 | By Annalisa De Maria in Ausflugstipps, Parco San Marco | No Comments »

Der Rogolone steht inmitten einer großen Lichtung auf einem von Wäldern umgebenen Plateau in Val Menaggio, zwischen dem Comer und dem Luganer See.

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Der majestätische Baum, gewaltig wie eine Kathedrale, ist umso faszinierender, als es sich bei ihm um ein lebendes Wesen handelt, eine legendenumwobene Eiche. Sie ist achthundert Jahre alt und die längs von tiefen Furchen durchzogene  Baumrinde hat, nach so vielen Jahren, die Farbe und den felsigen Charakter der alten Steinbank angenommen, die zu ihren Füßen steht. Leider hat der Baum eine deutlich sichtbare Verletzung – vor einigen Jahren sägte ein Unverantwortlicher auf der Suche nach Holz einen großen Ast ab. Es ist schwer, solche Beschädigungen zu verhindern, auch wenn der Baum bereits seit 1928 vom Kultusministerium geschützt wird und heute unter dem Schutz der Organisation Italia Nostra steht.

Mit ihrem Umfang von fünfzig Metern beschattet die Baumkrone die gesamte Lichtung. Der perfekte Wuchs der Äste hebt sich klar vom Himmel ab. Hier versammelten sich einst die Weisen und Ältesten aus den umliegenden Dörfern, um Recht zu sprechen und wichtige Entscheidungen zu treffen. Ein bis heute erhaltenes Dokument aus dem XVI. Jahrhundert berichtet von einer Versammlung von Abordnungen aus Bellate, Grona, Naggio und Grandola unter dem Rogolone, in der die vier Dörfer ihre endlosen Querelen über die Gemeindegrenzen beilegten und als Zeugen dafür diese große Eiche benannten, die den Dorfbewohnern von alters her heilig war und unter deren Zweigen einst das Frühlingsfest gefeiert und magische und religiöse Riten zelebriert wurden.

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Eine zweite Eiche am Rand der Lichtung, etwas kleiner, aber ebenfalls als „Baumdenkmal“ registriert, könnte als Beweis für die Heiligkeit des Ortes gelten, der einst von einem Kreis von Bäumen umgeben war, von denen nur zwei überlebt haben. Ein weiterer Beweis wäre eine 100 Meter vom Rogolone entfernte Quelle, deren sehr reines Wasser unverzichtbarer Bestandteil der alten religiösen Zeremonien war.

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So erreichen Sie den Rogolone mit dem Auto vom Parco San Marco aus: Fahren Sie in Richtung Menaggio und biegen Sie an der ersten Ampel links in Richtung Carlazzo ab. Von Carlazzo aus folgen Sie den Hinweisschildern nach Gottro (ein Dörfchen, das zur Gemeinde Carlazzo gehört). Dort angekommen, biegen Sie nach rechts in die Via San Giorgio, eine kleine, abschüssige Teerstraße, die bis zur Kirche San Giorgio führt, neben der ein Friedhof liegt. Vom kleinen Kirchplatz führt ein Weg direkt, ohne Auf- und Abstiege, zum Rogolone (Achtung: an der ersten Weggabelung den Weg nach rechts nehmen).

 

Maronenzeit

Oktober 18th, 2017 | By Paola Mazzo in Parco San Marco | No Comments »

Zum Herbstbeginn erinnert man sich gern an die alten Rezepte von früher, in denen die typischen Produkte unserer Wälder Verwendung finden, wie zum Beispiel die Esskastanien/Maronen. Der wissenschaftliche Name der Marone ist Castanea vulgaris.

Die Maronen, die wir essen, sind Früchte des Maronenbaums und unterscheiden sich insofern von der Rosskastanie, als es sich bei ihr nicht um Früchte sondern um Samen handelt. Maronen sind ein Nahrungsmittel mit hohem Energiewert und haben im Herbst und Winter kräftigende Wirkung. Sie enthalten Fasern, die die Darmtätigkeit anregen und sind eine wichtig Quelle wertvoller Mineralsalze. 100 g Maronen enthalten 165 Kilokalorien.

castagne con riccioIn diesem Blog präsentieren wir Ihnen ein komplett veganes Menü auf der Basis von Maronen, mit dem Sie Ihre Gäste überraschen können. Viel Spaß beim Lesen und beim Ausprobieren in der Küche!

Maronen-Risotto

wird zubereitet mit Naturreis, gekochten Maronen, Gemüsebrühe, Zwiebeln, Lorbeerblättern, Weißwein und vegetarischer Sahne. Der Risotto wird klassisch mit kleingehackten Zwiebeln zubereitet. In einen Maronen-Risotto passen auch Pilze oder Kürbis.

Seitan-Ragout mit Maronen

Versuchen Sie doch einmal Seitan auf andere Art! Stellen Sie sich an den Herd und schmoren Sie ein leckeres Seitan-Ragout mit Maronen, roten Zwiebeln, Sojasauce, kaltgepresstem Olivenöl, Zitrone, Ingwer und aromatischen Kräutern. Ein schnelles Rezept, aber die Wirkung ist enorm!

Mit Schokolade überzogene Maronen

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Für diesen delikaten Nachtisch brauchen Sie nur geschälte und gekochte Maronen und Kuvertüre (oder nach Geschmack jede andere Schokolade), die Sie im Wasserbad schmelzen lassen und damit die Kastanien überziehen.

Die passenden Weine zu diesem Menü sollten möglichst jung sein, besser noch frisch gekeltert, und am allerbesten leicht prickelnd, um den Mund zu entfetten. Klassische Beispiele italienischer Weine sind Lambrusco di Sorbara, Sangue di Giuda, ein Barbera aus Monferrato, Bonarda und noch viele weitere spritzige Rotweine.

Und jetzt erwarten wir Sie in eines der Restaurants unseres Resorts für ein herbstlich angehauchtes Menü!

Schokolade, Schokolade und noch mal Schokolade

Oktober 5th, 2017 | By Roberto Fornari in Ausflugstipps, Club Bim Bam Bino, Parco San Marco | No Comments »

Schon packt mich die Lust, das Lächeln, ein Lachen

Schokolade macht eindeutig gute Laune. Genauso wie ein Aufenthalt im Parco San Marco.

Aber warum rede ich über Schokolade. Ganz einfach. Weil es in Lugano bald eine Schokoladen-Messe gibt.

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CHOC ist ein von CHOC SAGL organisiertes Event unter der Patenschaft der Stadt Lugano, in Zusammenarbeit mit dem Tourismusbüro Lugano und der Gesellschaft der Bäcker- und Konditormeister des Kantons Tessin (SMPPC). Bei CHOC handelt es sich um die einzige Messe in der italienischen Schweiz, die ganz dem Thema Schokolade gewidmet ist, ihrer Geschichte, Herstellung und Zubereitung. CHOC richtet sich an Familien und an alle Berufsgruppen, die mit Schokolade, Pralinen, Feinbäckerei und mit Gastronomie allgemein zu tun haben, und ganz besonders an Jugendliche, die in dieser Branche ihre berufliche Zukunft planen.

Eine wunderbare Gelegenheit, Gaumenfreuden zu genießen, die Hersteller kennenzulernen, sich mit den Maschinen zur industriellen und gewerblichen Verarbeitung vertraut zu machen und gleichzeitig von Dienstleistungen erstklassiger Qualität zu profitieren.

CHOC vervollständigt den ohnehin schon reichen Kalender von Lugano mit einer Ausstellung, die sich im Lebensmittelsektor positioniert, aber auch den Freizeitbereich im Auge hat. Sie interessiert also ebenso die Bereiche Tourismus, Großhandel, Wellness-Zentren, Unterhaltung und Sport, und natürlich die Herstellerbranche, die gewerblichen und industriellen Produzenten von Schokolade, Dekoration, Maschinen, die Berufsschulen, den Lebensmittelhandel und die in diesem Sektor tätigen Verlage.

Das Ziel dieser ersten Ausgabe von CHOC ist es, Aussteller aus verschiedenen Herstellerländern anzusprechen, insgesamt 50 Aussteller auf einem Ausstellungsgelände von mehr als 2000 m2, und mehr als 20.000 Besucher aus dem Tessin, dem benachbarten Italien und besonders von der anderen Seite des Gotthard anzulocken, wobei das Potential des neuen Basistunnels voll ausgenutzt werden soll.gocce-di-cioccolato

Neben den Kakao produzierenden Ländern präsentiert CHOC auch Modenschauen einschlägig engagierter Modeschöpfer, Konditormeister, denen man beim „Show-CHOCking“ zuschauen kann, Gastwirte und Sterneköche, die zahlreiche Verwendungen von Schokolade in der traditionellen Küche zeigen, Schriftsteller, die Vorabdrucke von Büchern präsentieren, die sich mit dem Thema Schokolade befassen, Personen des öffentlichen Lebens, Künstler mit Fotoausstellungen sowie Schweizer und europäische Berufsschulen.

Neben den Ausstellern, die ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren, bietet CHOC verschiedene Aktivitäten an wie Schokoladenlabor, Workshops, Konferenzen und Podiumsdiskussionen, außerdem Vorführungen und professionnelle Wettbewerbe, die im Vorführungsareal stattfinden, wo man live die Geheimnisse der Konditormeister beobachten kann, von der Zubereitung bis zur Präsentation.

All diese Vorführungen werden in direkter Zusammenarbeit mit den Ausstellern, den Partnerunternehmen, den Berufsschulen und den von weither angereisten Gästen dieser ersten Ausgabe der CHOC-Ausstellung organisiert.

CHOC präsentiert verschiedene Themenbereiche, unter anderem : Das Schokoladenmuseum, den Konferenz- und Workshopbereich, der sowohl  Besuchern als auch den Spezialisten der Branche offensteht, das Aufführungsareal und die speziellen Show-CHOCing-Vorführungen, die Fotoausstellung zur Geschichte der Schokolade, eine Presseabteilung mit nationalen und internationalen Zeitschriften, ein Bereich für Bio-Schokolade/vegane Schokolade, Fair Trade und noch viele andere Überraschungen!

Und für die ganz Kleinen gibt es jede Menge Gelegenheit, sich zu amüsieren.

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Anlässlich der Schokoladenmesse hat CHOC für die jüngsten Besucher „CHOColandia“ vorbereitet, eine Abteilung voll Aktivitäten für kleine Leckermäuler, Spiele, Spaß und ein Kreativlabor, alles rund um die Hauptsache der Veranstaltung – die Schokolade.

Ein ideales Angebot für die ganze Familie, viel Spaß zu haben und neue Freunde kennenzulernen.

In Zusammenarbeit mit dem Spielpark Giocolandia, der jedes Jahr an fünf Tessiner Stätten Kinder von 2 bis 12 Jahren begeistert, möchte CHOColandia eine positive Botschaft zur Freizeitgestaltung aussenden.

 

Tagesausflug : Bellano und die Orrido-Schlucht

September 21st, 2017 | By Wendy Koppen in Ausflugstipps, Parco San Marco | No Comments »

Nehmen Sie eines der vielen Ausflugsschiffe, die täglich zwischen Menaggio und den Ufern des Lago di Como hin- und herpendeln. In weniger als einer halben Stunde erreichen Sie das kleine Dorf Bellano auf der östlichen Seite des Lario (ein anderer Name des Comer Sees). Bellano liegt an einem der hübschesten Küstenstreifen des Sees, und man hat von dort einen großartigen Blick auf die Dörfer und Berge des gegenüberliegenden Ufers.

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Der Gebirgsbach Pioverna teilt den Ort in eine ältere Hälfte mit dem alten Hafen und der Pfarrkirche und einen moderneren Teil. Direkt im Anschluss an das Dorf liegt das dicht besiedelte Hinterland, das durch viele alte Dörfchen und Ortskerne charakterisiert ist. Auch wenn hier heutzutage vor allem die Dienstleistungsbranche gedeiht, wurde Bellano im vergangenen Jahrhundert wegen seiner großen Seidenfabriken vom Schriftsteller Antonio Balbiani als „Manchester des Lario“ beschrieben.

An der malerischen Via Manzoni, die das historische Dorfzentrum durchquert, können Sie Portale, Höfe, Vorbauten alter Patrizierhäuser, Steintreppen und Wappen bewundern, die aus dem 18. Jahrhundert stammen. Wenn man dann eine der Gassen nimmt, die bis zum See führen, steht man vor der Kirche Santa Marta, in der sich eine Gruppe von neun lebensgroßen, wertvollen Holzskulpturen befindet, die die Kreuzabnahme darstellen und dem Bildschnitzer Angelo Del Maino (zwischen 1436 und 1536) zugeschrieben werden.

Neben der Kirche Santa Marta erstreckt sich der Vorplatz der Pfarrkirche, die San Nazaro und San Celso geweiht ist. Die in spätromanischem Stil erbaute Kirche hat eine Fassade aus schwarz-weiß alternierenden Streifen und eine Terrakotta-Rosette. Die zwischen 1342 und 1350 wiederaufgebaute Kirche ist besonders bemerkenswert wegen der Fresken im mittleren Gewölbe, aber auch die Kanzel, der Chor, die beiden aus Holz geschnitzten Beichtstühle und das reich verzierte marmorne Taufbecken sind sehenswert. Das Polyptychon in der Kapelle San Giovanni und das zarte Tempera-Gemälde auf dem eine ‘Rosen-Madonna’ genannte Muttergottes dargestellt ist, sind sehr kostbar. Wenn man die Stufen rechts neben der Pfarrkirche hinaufsteigt, erreicht man die Kirche San Rocco, die im 15. Jahrhundert von der gleichnamigen venezianischen Bruderschaft errichtet wurde, um Passanten vor Plagen zu schützen. In unserer Zeit ist die Kirche allen Einwohnern von Bellano gewidmet, die durch Kriege ihr Leben verloren. Im Innenraum gibt es zwei Gemälde von Giancarlo Vitali, einem Maler aus Bellano.

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Im ältesten Teil von Bellano befindet sich die ehemalige Kirche San Nicolao, die heute für Kulturveranstaltungen genutzt wird. Sie wird von bemerkenswerten Fresken geschmückt, die ihre frühere Bedeutung unterstreichen.

Im Dörfchen Lezzeno ragt das zwischen 1690 und 1704 in barockem Stil nach Plänen des Architekten Quadrio errichtete Heiligtum der Madonna auf, begonnen nur zwei Jahre nach dem Wunder, das sich am 6. August 1688 ereignete. An jenem Tag sah Bartolomeo Mezzera in einer Kapelle, die er hatte bauen lassen, dass die auf einem Gipsmedaillon abgebildete Madonna blutige Tränen weinte.

Unbedingt müssen Sie die Schlucht des Orrido besuchen. Der Name leitet sich von einer Bezeichnung des bellanesischen Dichters Sigismondo Boldoni her, der fasziniert war von diesem „orrore di un’orrenda orrendezza“ (Horror einer schaurigen Grauenhaftigkeit).

Diese natürliche  Schlucht hat sich vor 15 Millionen Jahren im Bett der Pioverna gebildet. Im Lauf der Jahrhunderte hat das Wasser Riesenkessel und malerische Grotten aus dem Fels gehöhlt. Die erschreckende Klamm und das furchterregende Toben des aufgewühlten Wassers machen aus dem Orrido einen der bemerkenswertesten Plätze des Lario.

Besonders spannend ist es, dass man einen Gang innerhalb der Klamm machen kann, und zwar auf Stegen, die oberhalb von ohrenbetäubenden und schwindelerregenden Wasserfällen an den Felsen festgemacht sind.

Dieser höchst beeindruckende Parcours schlängelt sich mitten durch Wasserfälle, natürliche Höhlen, vorbei an atemberaubenden Ausblicken und üppiger Vegetation. Das Sonnenlicht wird in Rissen und Spalten reflektiert, wobei ganz ungewöhnliche Lichteffekte entstehen. Die Legende berichtet von einem Krieger namens Taino, von dem die Einheimischen glauben, dass er am Grund des Orrido di Bellano mit einem gewaltigen Schatz begraben ist und dass ein riesiger Stein den Eingang zu seiner Grabstätte versperrt.

Während der letzten Jahrhunderte wurde die Wasserkraft für die Eisenbearbeitung und das Gerben von Leder genutzt. Heute treibt der Wasserfall zwei Wasserkraftwerke an.

Im Schutz der Orrido-Schlucht erhebt sich auf einem Felsen an der Pioverna die Cà del Diavol (Teufelshaus) ein merkwürdiges Türmchen, dessen Ursprung und Zweck nicht bekannt ist. Dieser unregelmäßig sechseckige Turm hat vier Etagen, die durch eine Wendeltreppe miteinander verbunden sind. Man erzählt sich, dass hier ausgelassene Gelage stattfanden, begleitet von satanistischen Ritualen und Anrufungen des Bösen. Seinen Namen hat der Turm von den mythologischen Figuren, besonders einem Satyr, die die Fassade des letzten Stockwerks schmücken und den mysteriösen Charme des Ortes fassbar machen.

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Das wichtigste Ereignis des Jahres in Bellano, welches die meisten Teilnehmer anzieht, ist des Fest der „Pesa Vegia“, das am Abend des Dreikönigstags gefeiert wird. Es erinnert an ein legendäres Ereignis, das sich während der spanischen Vorherrschaft zugetragen hat. Damals zog eine Abordnung von Bellanesen per Boot nach Como, um dort um den Erhalt der alten Gewichtseinheiten zu bitten, die durch neue, komplizierte und schwer anwendbare Gewichtseinheiten ersetzt worden waren und in der Bevölkerung, die großenteils aus Händlern und Handwerkern bestand, für Unmut sorgten. Die Unternehmung war von Erfolg gekrönt und die Unterhändler kehrten in der Nacht des 5. Januar 1606 zurück nach Bellano, hoch erfreut, dass es ihnen gelungen war, die „Pesa Vegia“ zu erhalten. Zufällig fiel das Ereignis auf den Dreikönigstag, und so findet das Fest immer gleichzeitig mit der Dreikönigsprozession statt.

Sportsfreunde finden in Bellano außerdem Grünflächen und Sporteinrichtungen am See, so zum Beispiel: einen Vielzweckplatz, Schwimmbäder innerhalb des Lido de Bellano, den Segelclub von Bellano und einen Radweg. Neu errichtet ist das Palasole, ein moderner Bau in Form eines Segels, der für die vielen hier veranstalteten Feiern vorgesehen ist.

 

LONGLAKE FESTIVAL LUGANO

Juli 26th, 2017 | By Annalisa De Maria in Ausflugstipps, Parco San Marco | No Comments »

Longlake LuganoAuch in diesem Jahr findet – zum siebten Mal in Folge – vom 28. Juni bis zum 1. August in Lugano das Long Lake Festival statt, eines der größten Open-air-Festivals der Schweiz! Täglich gibt es Veranstaltungen und Vorführungen vom Nachmittag bis spät in die Nacht.

Konzerte, Musik für jeden Geschmack, Literatur, Begegnungen, Animation, Theater- und Tanzvorführungen, Kino, Aktivitäten für Kinder, Installationen urbaner Kunst überziehen und beleben die Straßen, und auf den Plätzen und in den öffentlichen Parks der Stadt findet ein intensiver Austausch zwischen Künstlern und Publikum statt. Hier einige der vielen Veranstaltungen des Festivals, das von der Abteilung Events und Kongresse der Stadt Lugano organisiert wird:

BUSKER FESTIVAL: Fünf Tage lang vereint und vereinzelt sich eine bunte Gesellschaft aus Freaks, Künstlern, Individualisten und Musikern in einem großen Akkord aus Schönheit und Vielfalt. Das Festival feiert die Straßenkünste, die gerade mit ihren beschränkten Mitteln oft besonders intensive Performances ermöglichen.

SWISS HARLEY DAYS: Wenn das Dröhnen der berühmtesteten Zweiräder der Welt wieder durch die Straßen tönt, dann verwandelt sich die Stadt in ein einziges Motorrad-Dorf. Auf dem Programm stehen Konzerte, Stände, die alle Neuigkeiten der Branche zeigen und die traditionelle Parade, zu der sich über tausend Biker versammeln, um die Region um Lugano zu erkunden.

Das Festival ROAM ROAM hat sich ganz der Live-Musik verschrieben. In diesem Jahr konzentriert es sich an sieben aufeinanderfolgenden Abenden, vom 25. bis 31. Juli, im glanzvollen Rahmen des Parco Ciani auf die aktuellen Weltstars aus Elektro-Pop und Alternative Pop.

ESTIVAL – JAZZ-SOMMER IN LUGANO: Estival präsentiert ein faszinierendes Programm voller Überraschungen, das nicht nur alle passionierten Jazzfans begeistert, sondern auch mit einem Streifzug durch die vielfältige Welt der zeitgenössischen Musik mit ihren Rhythmen, Farben und Melodien, wie jedes Jahr einläd zum Kennenlernen verschiedener Kulturen, zu Toleranz und Miteinander.

FAMILY: Das Festival hat Angebote verschiedenster Art speziell für Familien und für die Kleinsten: Märchenvorlesen, Kindertheater, Kino, Clownvorführungen, Ausstellungen und viele Workshops, bei denen Kinder und Jugendliche mit Spaß lernen.

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CLASSICA: das LongLake Classica Festival 2017 bietet einen Abend mit Nicolò Paganinis vierundzwanzig Cappriccios, Der Heyser Bulgar unter dem Blätterdach des Wäldchens im Parco Ciani, Blagoslavlyayu vas, lesa (“Ich segne euch, Wälder”) von Piotr Ilytsch Tschaikowsky, drei Sonaten und drei Partiten für Violine solo von J.S. Bach, Funiculì Funiculà arrangiert von Arnold Schönberg, die Sequenza XIV für Cello solo von Luciano Berio, Auszüge aus dem Drexel Manuskript von Karl Friedrich Abel, Fandango von Aldemaro Romero, sechs Capriccios für zwei Violoncelli von François Adrien Servais … und noch vieles mehr!

WORDS: mit L. Cohen raunen wir, dass Licht in die Fugen dringt, die jedem Ding innewohnen, mit A. Camus proklamieren wir, dass Kultur der Aufschrei des Menschen gegenüber seinem eigenen Schicksal ist. In Words ist der Wunsch nach Wahrhaftigkeit.

CITY BEAT FESTIVAL: Das City Beats Festival gibt es wieder im Sommer 2018.

URBAN ART: Urban Art bezeichnet einen Zusammenschluss experimenteller Künstler-Initiativen, die die Stadtbewohner mit ihrem städtischen Umfeld in Beziehung setzen und verschiedene Themen aufgreifen.

LONG LAKE PLUS: LongLake plus umfasst alle weiteren Veranstaltungen, die während der Dauer des LongLake Festivals (28. Juni bis 1. August) präsentiert werden und den Luganer Sommer beleben. Auch wenn es sich nicht um ein eigenes Festival handelt, vervollständigt LongLake plus das Festivalprogramm durch Einbeziehung vieler weiterer Organisationen und erhöht die Sichtbarkeit der verschiedenen anderen Spielpläne.

Kurz gesagt, auf dem Festivalkalender gibt es Veranstaltungen für jeden Geschmack! Darum lassen Sie sich dieses fantastische Festival und seine Angebote während Ihres Aufenthalts im Parco San Marco nicht entgehen!

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Kinder und Natur

Juli 6th, 2017 | By Silvia Bakova in Club Bim Bam Bino, Parco San Marco | No Comments »

Jean-Jacques Rousseau sagte: „Wer Kindern Liebe zur Natur einflösst, schenkt ihnen eine wertvolle Mitgift fürs Leben!“ Daher können wir sicherlich behaupten, dass die Natur eine sehr große Bedeutung im Leben der Kinder spielt. Sie ist viel wichtiger, als wir denken. Es ist nicht nur ein Platz, wo sie spielen können, sondern sie hat auch einen großen Einfluss auf die Entwicklung.

Kinder sind Forscher, sie suchen sich die Aktivitäten aus, bei welchen sie beobachten und untersuchen können. Es ist ein tolles Erlebnis für sie.
Laut Meinung einiger Psychologen, zeigen Kinder schon ab einem frühen Alter ein natürliches Interesse für die Natur. Man muss diese Interessen unterstützen und pflegen. Wenn Kinder ab der frühen Kindheit mit der Natur verbunden sind, nehmen sie es als einen selbstverständlichen Teil ihres Lebens an, genauso wie Essen und Schlafen.

Kontakt mit der Natur im frühen Alter entwickelt die Fantasie und Kreativität, weil man hier viel Interessantes erleben und neue Erfahrungen sammeln kann.
In der Natur lernen die Kinder Geschicklichkeit, Feinmotorik und beginnen das Leben um uns herum zu erkunden und wahrzunehmen.

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Es ist wichtig, dass die Kinder die Natur mit ihren eigenen Sinnen wahrnehmen, nicht nur durch die Bücher, Zeitschriften, Computer und Fernseher. Kinder sind sehr neugierig und wollen alles erkunden. Durch genügend Aufenthalt im Wald, beim Teich oder auf der Wiese lernen sie den Zusammenhang zwischen Menschen und Natur besser zu verstehen und später dann die Prozesse der Natur. Schöne Erinnerungen mit einem Ort, führen dazu, das ihnen die Orte am Herzen liegen und sie sich für deren Schicksale einsetzen.

Familienausflüge und Spaziergänge bei denen die Gegend kennengelernt wird (z.B. Burg, Aussichtsturm, Burgruine) oder Beeren gesammelt werden, haben nicht nur ökologisch-erzieherische Dimensionen sonder festigen auch die Beziehungen innerhalb der Familie.

Wenn die Kinder viel Zeit im Freien verbringen, können sie sich besser konzentrieren, ihr Verhalten besser kontrollieren und sind weniger aggressiv.

Positive Einwirkungen der Natur:

- Bewegung fördert eine gesunde körperliche, seelische und geistige
Entwicklung der Kinder
- wer sich bei jedem Wetter draußen bewegt, stärkt damit das eigene
Immunsystem und es ist eine Präventionsmaßnahme gegen
Krankheiten
- vielfältige Bewegungsmöglichkeiten im Freien haben positiven Einfluss auf
Motorik, Körpersicherheit und Körperwahrnehmung der Kinder
- sämtliche Sinne werden geschult und entwickelt
- Entwicklung der Phantasie und Kreativität
- Die Stille aber auch die Stimmen der Natur erfordern genaues Hinhören. So
werden innere Ruhe, Ausgeglichenheit und Wohlbefinden gefördert.
- Die kindliche Neugier wird geweckt. Kinder beobachten, entdecken,
untersuchen, forschen, fragen, suchen selber nach Antworten. Das
selbständige Lernen wird gefördert.
- Naturerlebnisse in der Gruppe fördern die soziale Kompetenz
- der Stressabbau
- Kinder entwickeln eine liebevolle Beziehung zur Natur und empfinden sie
so als schützenswert
- die Natur wirkt beruhigend auf hyperaktive Kinder

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In den letzten Jahren wurde auch festgestellt, dass seltener Kontakt zur Natur Verhaltensstörungen, Knochenverlust , Allergien, verringerte Belastbatkeit und sogar Kriminatität verursachen kann.

Die Natur bedeutet den Kindern mehr als nur Freiheit. Sie ist eine Art Klassenzimmer, aber auch Entwicklungsraum.
Wuchernde Wiesen, hohe Bäume, kleine Flussläufe scheinen ein idealer Spielort für sie. Die Natur ist in den Augen vieler Eltern der perfekte Spielort und zugleich Trainingsplatz für ihr Kind. Trotzdem bewegen sich Mädchen und Jungen kaum noch frei in ihr. Stattdessen halten sie sich vor allem in geschlossenen Räumen auf, denn viele Eltern lassen ihre Kinder ungern im dunklen Wald spielen, schließlich könnten da ja hinter jeden Baum Gefahren lauern: Kriminelle, die die Kinder verschleppen, Unfälle oder auch Zecken. Leider ist vielen Eltern die kleine Straße, die ans Haus angrenzt, oder der Spielplatz viel lieber, was sehr schade ist.

Die wichtigsten Lektionen und Erfahrungen im Leben eines Kindes, sind jene, die es alleine und selbstständig macht. Dafür muss aber zwischen virtuellen und realen Erfahrungen unterschieden werden. Nur letztere sind die aus denen ein Kind auch langfristig einen Nutzen zieht. Macht die digitale Welt aus und erkundet unsere wertvolle Mutter Natur!

Cascata di Begna

Juni 17th, 2017 | By Paola Mazzo in Ausflugstipps, Parco San Marco | No Comments »

Nur 25 Minuten vom Parco San Marco entfernt (10 Minuten mit dem Auto, danach 15 Minuten zu Fuss) liegt einer der schönsten Plätze von Porlezza. Tauchen Sie ein in ein fantastisches Stück Natur und lassen Sie sich bezaubern vom Anblick eines kleinen, aber wunderschönen Wasserfalls – der Cascata di Begna.

 

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Lassen Sie das Auto in Begna neben der Pfarrkirche und dem Spielplatz (keine Parkgebühr), folgen Sie zu Fuss den Hinweisschildern nach “Ponte di Strolech” und dann denen zum Wasserfall. Der Fussweg ist leicht zu gehen, bis auf einen kurzen, aber steilen Abstieg, der zu einer alten Steinbrücke führt.

Der Weg führt zunächst über asphaltierte Dorfstrassen. Nach diesem kurzen Stück beginnt der Weg durch den Wald. An einem Punkt gibt der Weg einen Panoramablick auf die Ebene von Porlezza frei. Etwas weiter liegen einige alte Bauernhöfe und dann, bei einer kleinen Kapelle, folgt man dem Weg nach links. Der führt abwärts und  bringt Sie in wenigen Minuten bis zum Wasserfall.

Idealerweise wählen Sie für diesen Ausflug einen warmen Sommertag, nehmen Badeanzug und Badehandtuch mit, und lassen sich erfrischen von einem Ort, an dem es auch im Sommer nie zu heiss wird.

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Wenn Sie nach dem Besuch des Wasserfalls noch weiter wandern wollen, können Sie zurückkehren bis zu der alten Kapelle und von dort der Beschilderung folgen, die Sie in etwas mehr als einer Stunde zur Brücke von Strolech führt. asphaltiert Zurück am Parkplatz nehmen Sie sich noch ein paar Minuten Zeit, um eine alte Schneegrube zu besichtigen, die sich an der Seite des Spielplatzes befindet. Sie wurde benutzt, um dort Schnee und Eis zu lagern und funktionierte wie ein primitiver Kühlschrank zur Aufbewahrung von verderblichen Nahrungsmitteln.

Ein Besuch der Stadt Lugano

Juni 9th, 2017 | By Endy Broglio in Parco San Marco | No Comments »

Der Luganer See ist sicherlich einer der schönsten Seen weltweit. Die Stadt Lugano ist wunderschön, sauber, sehr gut organisiert und voller Hügel mit geradezu märchenhaften Anwesen. Aber das eigentliche Zentrum der Stadt ist der See. In Lugano gibt es hervorragende internationale Restaurants und man trifft hier ein internationales Publikum ;  Lugano kann man am Tag und in der Nacht gleichermaßen  geniessen. Zum Beispiel lohnt sich in Besuch im Parco Ciani. Nicht sehr gross, aber sehr gepflegt, bietet er interessante Landschaftsarchitektur und Pflanzen einzigartiger Schönheit. An der Uferpromenade begleiten uns Schwäne und Enten. Es gibt an der Uferpromenade eine Stelle, von der man zu einem kleinen Strand gelangt, wo man die Enten füttern kann. Viele Bänke laden zum Verschnaufen und zum Genuss der Aussicht ein. Es gibt auch einen eigens für Kinder bestimmten Parkabschnitt mit verschiedenen Spielen. Mauern schirmen diese kleine Ecke des Paradieses ab vom bewegten Leben der Stadt.

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Wir setzen unseren Spaziergang fort Richtung Museum LAC di Lugano, immer entlang der Uferpromenade. Hier sollten wir nicht die Kirche Santa Maria degli Angeli verpassen. Sie birgt ein Meisterwerk der ersten Renaissance; es gilt als das bekannteste Fresko dieser Periode in der Schweiz. Es handelt sich um die Darstellung von Passion und Kreuzigung, ein Werk des italienischen Künstlers Bernardino Luini (ca.1480–1532), einem Schüler von Leonardo. Dieses grosse Freskenbild zeichnet sich aus durch die Lebendigkeit der Szenerie, die ein buntes Getümmel darstellt: mehr als 150 Personen zählen wir hier, teils mit Pferden, alle Figuren in Bewegung. Santa Maria degli Angeli bietet noch zwei weitere Meisterwerke von Luini: eine Darstellung des letzten Abendmahls  auf der linken Wand des Kirchenschiffs  (dessen Original sich im antiken Refektorium des Klosters befindet) und ein Freskenbild der Muttergottes mit Kind und dem kleinen Johannes in der ersten Seitenkapelle.

Erwähnswert ist auch eine Darstellung des Hl. Franziskus, gemalt 1728 von Giuseppe Antonio Petrini, die in der zweiten Kapelle zu bewundern ist.

Wir empfehlen, den Besuch mit einem Rundgang durch das historische Ortszentrum zu kombinieren. Zwischen der Piazza della Riforma und der Piazza Grande in Locarno herrscht schon lange ein Wettstreit um den Titel “schönster Platz im Tessin”. Dies ist der elegante Salon der Stadt,  umgeben von historischen Gebäuden, darunter dem neoklassizistischen Palazzo Civico und von Lokalen, die zum Verweilen einladen. Treffpunkt der Luganeser, Gastgeber grosser Veranstaltungen wie dem Estival Jazz und idealer Ausgangspunkt für eine Stadtbesichtigung. Ein Netz von Gassen, durch welche man zwischen glitzernden Schaufenstern und luxuriösen Boutiquen spaziert, verbindet die wesentlichen Sehenswürdigkeiten des Zentrums.