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Brunate und seine Drahtseilbahn

November 16th, 2017 | By Wendy Koppen in Ausflugstipps, Parco San Marco | No Comments »

Brunate ist eine italienische Gemeinde von 1734 Einwohnern in der Provinz Como in der Lombardei. Bekannt ist der Ort für seine Drahtseilbahn, der direkten Verbindung mit Como, und für seine zahlreichen Aussichtspunkte, von denen aus man den gesamten Bogen der westlichen Alpen, die Poebene und die Apenninen sehen kann. Deswegen nennt man den Ort auch „Alpenblick-Balkon“.

brunate

Das etwa 700m über dem Meeresspiegel gelegene Städtchen Brunate war schon immer ein Urlaubsziel der Vornehmen und Reichen aus Como und Milano, die sich hier zahlreiche schöne Jugendstilvillen erbauen liessen. Brunate ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge ins Grüne. Vom Aussichtspunkt Belvedere aus erblickt man die Konturen der historischen Altstadt mit dem antiken römischen Kastell und hat danach den weiten Blick über die Alpen und die Brianza-Ebene.

Zu den spektakulärsten Aussichtspunkten gehört der Faro Voltiani, ein echter Leuchtturm, der auf dem Gipfel des Monte Tre Croci (Drei-Kreuze-Berg) im Ortsteil San Maurizio steht. Man erklimmt den 29 Meter hohen Turm über eine Wendeltreppe mit 143 Stufen, die zu zwei Rundterrassen führen. Eine davon erlaubt einen weiten Blick über die Westalpen bis zum imposanten Gipfel des Monte Rosa. Jede Nacht scheint der Leuchtturm in den Farben grün, weiß und rot, vom Sonnenuntergang bis zur Morgendämmerung.

Weitere Aussichtspunkte sind der Belvedere di Via Pirotta, der Bonacossa-Platz und der Kirchhof der Kirche Sant’ Andrea. Letztere ist dem Stadtheiligen gewidmet – eine hübsche Kirche aus dem 14. Jahrhundert, die einst zu einem Kloster gehörte. Im Inneren können Sie von der Familie Recchi im 17. Jahrhundert gemalte Fresken bewundern, die Sant’ Andrea und San Maurizio darstellen.

Eine weitere Kirche, die Sie beim Gang durchs Zentrum besuchen können, ist die Chiesetta della Madonna di Pompei.3835_chiesa-di-sant-andrea-brunate-(1)

Aber es sind vor allem zivile Bauwerke, die die architektonische Besonderheit von Brunate ausmachen. Mit ihren steinernen Portalen und versteckten Höfen erzählen sie Geschichten aus lang vergangenen Zeiten. Zu den exklusivsten Höfen gehören der Hof des Kastells und der Corte degli Ebrei (Hebräerhof), der ungefähr um 1300 entstand.

Dank der Drahtseilbahn erreicht man Brunate bequem in nur sieben Minuten, während derer man sich von der grandiosen Aussicht auf den Lago di Como bezaubern lässt. Die Seilbahn fährt auf einem Fahrgleis und erreicht die maximal erlaubte Steigung von 55%.

Die 1894 eingeweihte Drahtseilbahn Como-Brunate verbindet die beiden lombardischen Gemeinden.

Bis zu den Anfängen des 19. Jahrhunderts war das Dorf Brunate von Como aus nur über einen Saumpfad erreichbar, der 1817 trassiert wurde.

Am 3. November 1891 wurde auf Initiative der Bevölkerung die Aktiengesellschaft für die Drahtseilbahn Como-Brunate gegründet. Am 3. September 1892 stimmte der Verwaltungsrat dem Bauprojekt zu und am 4. Januar des darauffolgenden Jahres konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Am 11. November 1894, nach weniger als einem Jahr Bauzeit , nahm die Drahtseilbahn Como-Brunate den Betrieb auf.

Der Bau des „Funicolare“ trug nicht wenig zur touristischen Entwicklung des Ortes am Hang bei, vor allem auch dank der fantastischen Aussicht auf Como und den gleichnamigen See, die man während der Fahrt hat.

Die Seilbahn fährt täglich jede halbe Stunde, samstags bis Mitternacht.

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Maronenzeit

Oktober 18th, 2017 | By Paola Mazzo in Parco San Marco | No Comments »

Zum Herbstbeginn erinnert man sich gern an die alten Rezepte von früher, in denen die typischen Produkte unserer Wälder Verwendung finden, wie zum Beispiel die Esskastanien/Maronen. Der wissenschaftliche Name der Marone ist Castanea vulgaris.

Die Maronen, die wir essen, sind Früchte des Maronenbaums und unterscheiden sich insofern von der Rosskastanie, als es sich bei ihr nicht um Früchte sondern um Samen handelt. Maronen sind ein Nahrungsmittel mit hohem Energiewert und haben im Herbst und Winter kräftigende Wirkung. Sie enthalten Fasern, die die Darmtätigkeit anregen und sind eine wichtig Quelle wertvoller Mineralsalze. 100 g Maronen enthalten 165 Kilokalorien.

castagne con riccioIn diesem Blog präsentieren wir Ihnen ein komplett veganes Menü auf der Basis von Maronen, mit dem Sie Ihre Gäste überraschen können. Viel Spaß beim Lesen und beim Ausprobieren in der Küche!

Maronen-Risotto

wird zubereitet mit Naturreis, gekochten Maronen, Gemüsebrühe, Zwiebeln, Lorbeerblättern, Weißwein und vegetarischer Sahne. Der Risotto wird klassisch mit kleingehackten Zwiebeln zubereitet. In einen Maronen-Risotto passen auch Pilze oder Kürbis.

Seitan-Ragout mit Maronen

Versuchen Sie doch einmal Seitan auf andere Art! Stellen Sie sich an den Herd und schmoren Sie ein leckeres Seitan-Ragout mit Maronen, roten Zwiebeln, Sojasauce, kaltgepresstem Olivenöl, Zitrone, Ingwer und aromatischen Kräutern. Ein schnelles Rezept, aber die Wirkung ist enorm!

Mit Schokolade überzogene Maronen

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Für diesen delikaten Nachtisch brauchen Sie nur geschälte und gekochte Maronen und Kuvertüre (oder nach Geschmack jede andere Schokolade), die Sie im Wasserbad schmelzen lassen und damit die Kastanien überziehen.

Die passenden Weine zu diesem Menü sollten möglichst jung sein, besser noch frisch gekeltert, und am allerbesten leicht prickelnd, um den Mund zu entfetten. Klassische Beispiele italienischer Weine sind Lambrusco di Sorbara, Sangue di Giuda, ein Barbera aus Monferrato, Bonarda und noch viele weitere spritzige Rotweine.

Und jetzt erwarten wir Sie in eines der Restaurants unseres Resorts für ein herbstlich angehauchtes Menü!

Tagesausflug : Bellano und die Orrido-Schlucht

September 21st, 2017 | By Wendy Koppen in Ausflugstipps, Parco San Marco | No Comments »

Nehmen Sie eines der vielen Ausflugsschiffe, die täglich zwischen Menaggio und den Ufern des Lago di Como hin- und herpendeln. In weniger als einer halben Stunde erreichen Sie das kleine Dorf Bellano auf der östlichen Seite des Lario (ein anderer Name des Comer Sees). Bellano liegt an einem der hübschesten Küstenstreifen des Sees, und man hat von dort einen großartigen Blick auf die Dörfer und Berge des gegenüberliegenden Ufers.

bellano

Der Gebirgsbach Pioverna teilt den Ort in eine ältere Hälfte mit dem alten Hafen und der Pfarrkirche und einen moderneren Teil. Direkt im Anschluss an das Dorf liegt das dicht besiedelte Hinterland, das durch viele alte Dörfchen und Ortskerne charakterisiert ist. Auch wenn hier heutzutage vor allem die Dienstleistungsbranche gedeiht, wurde Bellano im vergangenen Jahrhundert wegen seiner großen Seidenfabriken vom Schriftsteller Antonio Balbiani als „Manchester des Lario“ beschrieben.

An der malerischen Via Manzoni, die das historische Dorfzentrum durchquert, können Sie Portale, Höfe, Vorbauten alter Patrizierhäuser, Steintreppen und Wappen bewundern, die aus dem 18. Jahrhundert stammen. Wenn man dann eine der Gassen nimmt, die bis zum See führen, steht man vor der Kirche Santa Marta, in der sich eine Gruppe von neun lebensgroßen, wertvollen Holzskulpturen befindet, die die Kreuzabnahme darstellen und dem Bildschnitzer Angelo Del Maino (zwischen 1436 und 1536) zugeschrieben werden.

Neben der Kirche Santa Marta erstreckt sich der Vorplatz der Pfarrkirche, die San Nazaro und San Celso geweiht ist. Die in spätromanischem Stil erbaute Kirche hat eine Fassade aus schwarz-weiß alternierenden Streifen und eine Terrakotta-Rosette. Die zwischen 1342 und 1350 wiederaufgebaute Kirche ist besonders bemerkenswert wegen der Fresken im mittleren Gewölbe, aber auch die Kanzel, der Chor, die beiden aus Holz geschnitzten Beichtstühle und das reich verzierte marmorne Taufbecken sind sehenswert. Das Polyptychon in der Kapelle San Giovanni und das zarte Tempera-Gemälde auf dem eine ‘Rosen-Madonna’ genannte Muttergottes dargestellt ist, sind sehr kostbar. Wenn man die Stufen rechts neben der Pfarrkirche hinaufsteigt, erreicht man die Kirche San Rocco, die im 15. Jahrhundert von der gleichnamigen venezianischen Bruderschaft errichtet wurde, um Passanten vor Plagen zu schützen. In unserer Zeit ist die Kirche allen Einwohnern von Bellano gewidmet, die durch Kriege ihr Leben verloren. Im Innenraum gibt es zwei Gemälde von Giancarlo Vitali, einem Maler aus Bellano.

santa marta bellano

Im ältesten Teil von Bellano befindet sich die ehemalige Kirche San Nicolao, die heute für Kulturveranstaltungen genutzt wird. Sie wird von bemerkenswerten Fresken geschmückt, die ihre frühere Bedeutung unterstreichen.

Im Dörfchen Lezzeno ragt das zwischen 1690 und 1704 in barockem Stil nach Plänen des Architekten Quadrio errichtete Heiligtum der Madonna auf, begonnen nur zwei Jahre nach dem Wunder, das sich am 6. August 1688 ereignete. An jenem Tag sah Bartolomeo Mezzera in einer Kapelle, die er hatte bauen lassen, dass die auf einem Gipsmedaillon abgebildete Madonna blutige Tränen weinte.

Unbedingt müssen Sie die Schlucht des Orrido besuchen. Der Name leitet sich von einer Bezeichnung des bellanesischen Dichters Sigismondo Boldoni her, der fasziniert war von diesem „orrore di un’orrenda orrendezza“ (Horror einer schaurigen Grauenhaftigkeit).

Diese natürliche  Schlucht hat sich vor 15 Millionen Jahren im Bett der Pioverna gebildet. Im Lauf der Jahrhunderte hat das Wasser Riesenkessel und malerische Grotten aus dem Fels gehöhlt. Die erschreckende Klamm und das furchterregende Toben des aufgewühlten Wassers machen aus dem Orrido einen der bemerkenswertesten Plätze des Lario.

Besonders spannend ist es, dass man einen Gang innerhalb der Klamm machen kann, und zwar auf Stegen, die oberhalb von ohrenbetäubenden und schwindelerregenden Wasserfällen an den Felsen festgemacht sind.

Dieser höchst beeindruckende Parcours schlängelt sich mitten durch Wasserfälle, natürliche Höhlen, vorbei an atemberaubenden Ausblicken und üppiger Vegetation. Das Sonnenlicht wird in Rissen und Spalten reflektiert, wobei ganz ungewöhnliche Lichteffekte entstehen. Die Legende berichtet von einem Krieger namens Taino, von dem die Einheimischen glauben, dass er am Grund des Orrido di Bellano mit einem gewaltigen Schatz begraben ist und dass ein riesiger Stein den Eingang zu seiner Grabstätte versperrt.

Während der letzten Jahrhunderte wurde die Wasserkraft für die Eisenbearbeitung und das Gerben von Leder genutzt. Heute treibt der Wasserfall zwei Wasserkraftwerke an.

Im Schutz der Orrido-Schlucht erhebt sich auf einem Felsen an der Pioverna die Cà del Diavol (Teufelshaus) ein merkwürdiges Türmchen, dessen Ursprung und Zweck nicht bekannt ist. Dieser unregelmäßig sechseckige Turm hat vier Etagen, die durch eine Wendeltreppe miteinander verbunden sind. Man erzählt sich, dass hier ausgelassene Gelage stattfanden, begleitet von satanistischen Ritualen und Anrufungen des Bösen. Seinen Namen hat der Turm von den mythologischen Figuren, besonders einem Satyr, die die Fassade des letzten Stockwerks schmücken und den mysteriösen Charme des Ortes fassbar machen.

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Das wichtigste Ereignis des Jahres in Bellano, welches die meisten Teilnehmer anzieht, ist des Fest der „Pesa Vegia“, das am Abend des Dreikönigstags gefeiert wird. Es erinnert an ein legendäres Ereignis, das sich während der spanischen Vorherrschaft zugetragen hat. Damals zog eine Abordnung von Bellanesen per Boot nach Como, um dort um den Erhalt der alten Gewichtseinheiten zu bitten, die durch neue, komplizierte und schwer anwendbare Gewichtseinheiten ersetzt worden waren und in der Bevölkerung, die großenteils aus Händlern und Handwerkern bestand, für Unmut sorgten. Die Unternehmung war von Erfolg gekrönt und die Unterhändler kehrten in der Nacht des 5. Januar 1606 zurück nach Bellano, hoch erfreut, dass es ihnen gelungen war, die „Pesa Vegia“ zu erhalten. Zufällig fiel das Ereignis auf den Dreikönigstag, und so findet das Fest immer gleichzeitig mit der Dreikönigsprozession statt.

Sportsfreunde finden in Bellano außerdem Grünflächen und Sporteinrichtungen am See, so zum Beispiel: einen Vielzweckplatz, Schwimmbäder innerhalb des Lido de Bellano, den Segelclub von Bellano und einen Radweg. Neu errichtet ist das Palasole, ein moderner Bau in Form eines Segels, der für die vielen hier veranstalteten Feiern vorgesehen ist.

 

Our little Hiking Tip: Rifugio Menaggio

April 3rd, 2013 | By Deborah Giorno in Parco San Marco | No Comments »

What do you think of a small hike during your next holiday ? Not far from the Parco San Marco Lifestyle Beach Resort sweeping views are waiting for you!

Rifugio Menaggio (1400 m) is situated on the southern slope of Monte Grona and one can enjoy a spectacular view of Lake Como and the surroundingmountains. The rifugio provides refreshmentsand lodging and is open daily during the summer daily and the rest of the year on Saturdays Sun- and Holidays.

- starting point: Breglia 749 m (6 km from Menaggio)

- Menaggio – Breglia by bus: line C13

- walking time from Breglia to Rifugio: 1.45 hrs.

- ascent: 650 m

- trail signs: red-white-red.

Route: from the bus stop at Breglia (749 m) cross the road and ascend the small road leading up to Monti di Breglia (sign indicating Rifugio Menaggio). At the second bend, just beyond a fountain, you find the first shortcut to the right (sign Monti di Breglia/Rifugio Menaggio). The steep trail ends up on the road again, which you cross to pick up the next shortcut. After 20 m, at the high tension mast turn right. The steep trail leads on to the road once more, which you follow for about 300 m.

Then you find the next shortcut to the left which leads across a field. Cross the road another time and follow the trail through the woods which leads on to the road at Monti di Breglia (1.000 m). After another 100 m you reach a picnic area with fountain and beautiful view (you deserve a rest). Here you leave the road and follow the trail over some rocks up to the left (sign). Once on this trail you continue to follow the signs. You reach a open space used as parking area which you cross and then pick up the trail to the left.

At the junction where you find the metal trail sign we recommend the “Sentiero Alto” to the right because of the better view (after heavy snow fall we recommend il “Sentiero Basso” to the left). It leads among birch trees and broom up to the junction for S. Amate and Monte Bregagno. At this junction you keep to the left.

The now even trail leads along the slope and you soon reach the rifugio. Fifteen minutes from the rifugio there is a viewpoint called “Pizzo Coppa” from where you have a view not only of Lake Como but of the whole Menaggio valley with Lake Piano and Lake Lugano. Not to miss!! Take the trail on the left side of the rifugio (facing the building).