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Die Entstehung des Lago di Lugano

Oktober 31st, 2016 | By Paola Mazzo in Parco San Marco | No Comments »

Liebe Gäste,

seit vielen Jahren nimmt das Parco San Marco seine Verantwortung der Umwelt gegenüber sehr ernst und ist aktiv an den Massnahmen zum Schutz unserer Umwelt beteiligt. Im Rahmen dieser Massnahmen haben wir den Bau der Kläranlage in Porlezza unterstützt, indem wir der Gemeinde Porlezza einen Teil unseres Grundstückes zur Verfügung gestellt haben, auf dem dann eine Pumpstation für Abwasser installiert werden konnte. Dank dieser Pumpstation wird ein reibungsloser Ablauf garantiert, der das Abwasser sicher zur Kläranlage in Porlezza befördert und somit einen wesentlichen Betrag zur Optimierung der Wasserqualität des Sees darstellt. Diese Pumpstation garantiert die Reinhaltung des Wassers am gesamten östlichen Seeufer. Seit 2005 hat sich die Wasser- und die Badewasser-Qualität des Lago di Lugano durch den Einsatz dieser Anlage deutlich verbessert. Die Werte des Badewassers am Privatstrand vom Parco San Marco werden mehrfach jährlich geprüft, sind konstant und gelten als exzellent.

Der Lago di Lugano oder Luganersee -die Einheimischen nennen ihn auch „Ceresio“ (ital. vom lateinischen Cerasus „Kirsche“) ist einer der oberitalienischen Seen, der sich entlang der schweizerisch-italienischen Grenze befindet. Seine extrem gezipfelte Form erklärt sich durch seine Entstehung nach der Eiszeit, in einem Gebiet wo zwei Gletscher aufeinander getroffen sind.

Lago_di_Lugano_Panorama (1)

Der Grenzverlauf am Lago di Lugano ist etwas kompliziert. Zum Kanton Tessin gehört der grössere und vor allem zentrale Bereich des Sees, während sich einige Ausläufer nach Italien in die Provinzen von Como und Varese erstrecken. Ein interessantes Beispiel ist zudem die Enklave Campione d`Italia, bekannt durch das berühmte Spielcasino. Der Ort befindet sich auf italienischem Boden hat jedoch den Schweizer Franken als Währung. Zollrechtlich gilt folgende Regelung: Gemäss Art. 3 Abs. 1 des Zollkodex der EG gehört zwar das italienische See-Ende von Porlezza zum Zollgebiet der heutigen EU, nicht jedoch das Gebiet der Gemeinde Campione d’Italia samt ihrem Anteil am See, und interessanterweise auch nicht der italienische Teil zwischen dem Ufer und der politischen Grenze zwischen Ponte Tresa und Porto Ceresio.
Südlich von Lugano überqueren Autobahn und Bahnlinie den See auf dem Damm von Melide.

Bekannte Aussichtsberge an seinem Ufer sind der Monte Brè (925 m ü. M.) im Osten, der Monte San Salvatore (912 m ü. M.) im Westen von Lugano und der Monte Generoso (1.701 m ü. M.) am südöstlichen Ufer. Zwischen den beiden südlichen Armen liegt das UNESCO-Weltnaturerbe Monte San Giorgio (1.097 m ü. M.).

LagoDiLugano

Rund um den Lago di Lugano haben sich in der Vergangenheit zahlreiche Komponisten, Schriftsteller und Poeten zurückgezogen und niedergelassen. Der italienische Schriftsteller Antonio Fogazzaro residierte in Valsolda, dessen Villa man heute noch besichtigen kann. Der berühmte Schriftsteller Hermann Hesse lebte ab seinem 42. Lebensjahr bis zu seinem Tod in Montagnola bei Lugano, ihm zu Ehren wurde dort ein Museum eingerichtet.

 

Die Insel Comacina – L`Isola Comacina

Oktober 26th, 2016 | By Wendy Koppen in Ausflugstipps, Parco San Marco | No Comments »

In der Lombardei lockt die Insel Comacina Jahr für Jahr neugierige Besucher an. Auf der historischen Insel warten wunderschöne Fotomotive und lebendige Erzählungen auf Einheimische wie Touristen, die bei einer Inseltour den altehrwürdigen Bauwerken auf den Grund gehen können. Den Besuch auf der zauberhaften Insel im Comer See lassen Hollywoods gern auch im Inselrestaurant “Locanda dell’Isola Comacina” ausklingen.

Das San-Giovanni-Fest – alljährliches Fest auf der Insel Comacina

Zu Ehren des Heiligen San Giovanni veranstalten die Nachbardörfer Ossuccio, Bellagio und Sala Comavina jedes Jahr gemeinsam das San-Giovanni-Fest. Die traditionelle Feierlichkeit geht bis ins Mittelalter zurück, als die Bewohner der Insel Comacina Ihren Schutz vor den unheilvollen und ihre Existenz bedrohenden Unwettern durch Bitten und Beten beim San Giovanni Battista ersuchten. Mit einer andächtigen Isola-comacinaBootsprozession fuhren die Hilfesuchenden hinüber zu der Insel Comacina (auf italienisch: Isola Comacina), was der Legende nach von Erfolg gekrönt war – Das Gebiet soll seither vor verheerenden Unwettern verschont worden sein. Im Rahmen des San-Giovanni-Fests lebt die traditionelle Prozession im einstündig inszenierten Lichtermeer jährlich erneut auf. Auf der Speisekarte stehen wie überliefert: Schnecken und Polenta.

Sehenswürdigkeiten der Isola Comacina

Den höchsten Punkt der beschaulichen Insel Comacina nimmt auf 240 Meter Höhe die Kirche San Giovanni ein. Dieses Gemäuer galt den Anwohnern der Insel lange Zeit als Ort der Hoffnung. Außerdem befinden sich auf der geschichtsträchtigen Insel die Überreste der im Jahr 1031 errichteten Basilika Sant’Eufemia, die dem Krieg im 12. Jahrhundert weitgehend zum Opfer fiel. Auf der gerade mal 500 Meter langen und 120 Meter breiten Insel konnten wertvolle Ausgrabungen wie Mosaike geborgen werden, die noch aus der Römerzeit stammen. Bedeutende Fundstücke aus frühchristlichen Epochen, Fresken alter Kirchen und über 200 archäologische Objekte stehen im Antiquarium Museum auf der Insel Comacina zur Besichtigung frei.

Die heutige Insel Comacina zählt zur Gemeinde Tremezzina und ragt friedvoll aus dem klaren Comer See empor. Unbeschreibliche Idylle ruht in der Natur, die sich in angrenzenden Berghängen, ruhigen Dörfern und mediterraner Vegetation niederschlägt. Vom milden Klima Norditaliens begünstigt, gedeihen hier Olivenbäume, die den Anbau zur Produktion hochwertigen Speiseöls aus der Region ermöglicht.

Ein Blick in die Geschichte

Blicken wir jedoch kurz in die Vergangenheit, wird uns bewusst, wie umkämpft die kleine Insel einst war. Aus religiösen und strategischen Beweggründen, resultierend aus der Zuwanderung von Stämmen, bekämpften sich zunächst die Langobarden und die Griechen (Oströmer). Als isola_comacina_repertiMailand kapitulierte, zogen die Wohlhabenden aus der Gegend Como auf die Insel – Damals hieß die Insel Comacina noch „Cristopolis”. Schnell entstanden Häuser, Kirchen und massive Schutzvorrichtungen, der Ort erlangte in Kürze an Bedeutung, sowohl in politischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Im Jahr 1118 entflammte der Konflikt zwischen dem rivalisierenden Mailand und Como, und artete zum Krieg aus, der sich über einen Zeitraum von zehn Jahren hinziehen sollte. Da die Insel Comacina Mailand zugeneigt war, ging Mailand als Sieger hervor. Dem besiegten Como allerdings gelang mit vereinten Kräften dreier Pfarreien sowie dank der Allianz mit dem Staufer Friedrich I., bekannt als Kaiser Barbarossa („Rotbart”), die Eroberung der Insel. Dabei wurde der umkämpfte Ort zum Schauplatz verbrannter Erde. Das kaiserliche Verbot Friedrich Barbarossas verhinderte unter Todesstrafe jeglichen Wiederaufbau.

Der Fluch

Da Bischof Vidulfo darüber hinaus einen Fluch über die Insel verhängte, wagte bis zum 17. Jahrhundert keiner mehr, einen Fuss draufzusetzen. Vom Bistum wanderte die Insel durch mehrere Hände, bis sie als Geschenk des Königs von Belgien, Albert I., im Jahr 1920 in den Besitz des italienischen Staates überging.

written by Silvia Crosta, Reservierung

Die schönsten Gärten in Lugano!

Oktober 11th, 2016 | By Endy Broglio in Parco San Marco | No Comments »

Die Gärten und Parkanlagen betören ihre Besucher zweifach: mit der wunderbaren Ruhe, die sie ausstrahlen, und mit ihrer Schönheit, die auf der Südseite der Alpen vielfältige Blüten treibt.

Die Stadt Lugano geniesst dank seiner vorteilhaften Lage das ganze Jahr über ein mildes Klima und somit eine Vielzahl an sehenswerten Gärten mit lauschigen Plätzen zum verweilen.

Hier einige der schönsten Parks der Stadt Lugano, die auch allesamt zu den Gardens of Switzerland gehören:

Der wunderschöne Ciani Park direkt am Lago di Lugano ist zauberhaft. Die Ruhe des Ortes zusammen mit den unzähligen Blumen, welche in allen Farben erblühen und die glitzernde Sonne im Wasser werden Sie faszinieren. Es gibt keinen vergleichbaren Ort.
Während Sie durch den Park spazieren, machen Sie eine Pause und nehmen Sie Platz auf einer der roten Sitzbänke. Geniessen Sie die Aussicht auf den Monte Brè, Monte San Salvatore und Campione. Auch am Abend bietet der Park eine sensationelle Aussicht auf Lugano und die sich im Wasser reflektierenden Lichter lassen den Ort magisch wirken.

parco-ciani

Im Park treffen Sie auch auf die „Villa Ciani“, ein wunderschönes, Pfirsich-farbenes Gebäude. Auch die Kantonsbibliothek, und das Kongresszentrum Lugano befinden sich im Parco Ciani. Der Park ist ein bekanntes Ausflugsziel für viele Touristen aber auch für Einheimische. Mit seinen vielen Pfaden, grünen Rasenflächen und kinderfreundlichen Einrichtungen ist der Parco Ciani ein Ort für Menschen jeden Alters. Geöffnet ist der Park das ganze Jahr über von 07.00 bis 21.00 Uhr.

Im botanische Garten San Grato findet Sie eine einzigartige und prachtvolle Pflanzenwelt. Er ist aber auch ein schmucker Ort um die Aussicht über den Lago di Lugano und die Gipfel der umliegenden Berge zu geniessen. Die Farben und der Duft von blühenden Azaleen, Kamelien und Rhododendren werden auch in Ihnen schönste Frühlingsgefühle auslösen.

Zum Park gehören auch fünf verschiedene Themenwegen zum entdecken; einen Märchenweg, einen Relaxweg, einen Kunstweg, einen Weg mit verschiedenen Aussichtspunkten sowie einen botanischen Lehrpfad.

Hingegen der Park Scherrer, ein griechischer Tempel direkt am Ufer des Lago di Lugano.
„In diesem Park haben Sie die einmalige Gelegenheit, eine spannende Reise durch Zeit und Raum zu unternehmen, bei der Vergangenheit und Gegenwart, Geschichte und Natur harmonisch miteinander verschmelzen…“.

Arthur Scherrer erwarb zu jener Zeit zuerst das Haus und danach etappenweise die Terrassen des bergauf gelegenen Geländes. Zuerst kümmerte er sich um die Renovierung des Hauses und verwandelte es mit architektonischem Gespür in einen herrlichen Wohnsitz.

Der Park besteht aus zwei Bereichen, wobei jeder seinen vorherrschenden Stil hat: in einem der Stil der Mittelmeerländer und im anderen jener Asiens. Der Weg führt zuerst am Mittelmeergarten, der im Barock- und Renaissancestil gestaltet und mit vielen Statuen angereichert ist, vorbei. Dann geht der Weg mit Bambuspflanzungen über in das orientalische Landschaftsbild, das mit seinen siamesischen, arabischen und indischen Bauten überrascht und mit der für diese Regionen typischen Flora begleitet wird.

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Am besten erkunden Sie selbst die farbenfrohen Gärten von Lugano und geniessen Sie die vielzähligen Plätze zum Träumen und verweilen!

written by Endy Broglio, Maintenance Manager