All Posts from Dezember, 2015

Die “Lucia”

Dezember 28th, 2015 | By Wendy Koppen in Ausflugstipps, Parco San Marco, Umgebung | No Comments »

Die „LUCIA” ist das Boot, das mehr als jedes andere die Aufmerksamkeit von den Besuchern des Lago di Como auf sich zieht. Das Boot ist auch international bekannt, die Berühmtheit ist mit den Geschichten über die Lucia verbunden, der Protagonistin des berühmten historischen Romans „I Promessi Sposi“ (deutsch: Die Verlobten) von Alessandro Manzoni verfasst im Jahre 1840 und 1842.

Der Roman spielt zwischen 1628 und 1630 in der Lombardei während der spanischen Herrschaft und erzählt die Geschichte der beiden Liebenden, Renzo und Lucia, deren Liebe von Don Rodrigo und der Pest behindert wird. Die Geschichte spielt in der Umgebung von Brianza, Mailand und Lecco, wie zu Beginn des Romans erwähnt wird: „ Jener Arm des Comer Sees, der sich nach Süden wendet, um zwischen zwei ununterbrochenen Bergketten lauter Buchten und Busen zu bilden, je nachdem die Berge vorspringen oder zurückweichen, verengt sich beinahe lucia1mit einem Schlag, um Laug und Gestalt eines Flusses anzunehmen, gesäumt von einem Vorgebirge zur Rechten und einem weiten Küstenbereich auf der anderen Seite; und die Brücke, die hier die beiden Ufer verbindet, scheint dem Auge diese Verwandlung noch sinnfälliger zu machen und die Stelle zu bezeichnen, wo der See aufhört und die Adda wieder beginnt, die jedoch bald darauf wieder den Namen See annimmt, wo die erneut auseinandertretenden Ufer dem Wasser Raum geben, sich in neuen Buchten und Busen auszubreiten und zu verlaufen.“

Es muss an der phantasievollen Geschichte des romantischen Namens der „Lucia“ liegen, denn der eigentliche Name ist „Batell“. Die Ursprünge der „Batell“ liegt zwischen 1500 und 1600. Es ist ein flaches Boot, robust und einfach zu handhaben, es wurde nicht nur für die Fischerei entworfen, sondern auch für den Transport von Menschen und kleine Waren. Für den Bau der „Batell“ verwendeten fast alle Meister Holzkastanie, erst im letzten Jahrhundert wurden die Edelhölzer (Mahagoni, Lärche) bevorzugt, um auch den Anspruch der Adelsfamilien zu befriedigen.

Eine Gruppe von Freunden des „Lario“ und seiner Traditionen, haben den Verein “Freunde der Lucia” mit der Absicht, das Bild dieses sich weltweit als Symbol für den Lago di Como etablierte zu bewahren, gegründet. In diesem Sinne fördert der Verein “Freunde der Lucia” verschiedenen Initiativen, um zu gewährleisten, dass die Touristen, Urlauber und neuen Generationen die Chance bekommen, die “Lucia” zu bewundern.
Ein Beispiel für dieser Veranstaltungen ist der „Palio remiero del Lario”, der Ruderwettkampf ist nicht nur ein Wettrudern, sondern er ist ein

Lucia

traditionelles und kulturelles Event, an dem seit 1947 die angrenzenden Gemeinden des Sees teilnehmen. Als Enrico Luigi Ferrario, besser bekannt als „Fel“, Redakteur der Wochenzeitung “Ul Tivan”, dachte, dass das Event für die Moral der Larianer nach dem Krieg gut war, dachte niemand an die Langlebigkeit dieses Ereignisses, da auch diese Art von Booten immer noch zum Fischen benutzt wurden.

Hier die Liste der Siegesanzahl der einzelnen Gemeinden: (1947-2015): Lezzeno (16 Siege), Bellagio (12 Siege), Domaso (10 Siege), Ossuccio (6 Siege), Lenno (4 Siege) , Menaggio (3 Siege), Tremezzo (1 Sieg).

 Written by Sara Biacchi & Silvia Crosta

Die Grotte von Rescia

Dezember 21st, 2015 | By Valentina Guerranti in Ausflugstipps, Parco San Marco, Umgebung | No Comments »

Heute sind wir in Rescia, einem kleinen Dorf, das zu Claino mit Osteno gehört, eine kleine Gemeinde mit 527 Einwohnern in der Provinz von Como. Das Dorf liegt am Lago di Lugano, wo sich die berühmten Höhlen von Rescia befinden. Die Höhlen sind eine Attraktion für jedermann: grotte di resciafür Jung und Alt, aus der ganzen Welt.

In der Grote von Rescia gibt es eine Reihe von natürlichen Buchten aus Tuffstein, geformt durch die kontinuierliche Bewegung des kalkhaltigen Wassers. Die anhaltende Rinnsal von diesen Gewässern, bildete die sogenannten Stalaktiten oder Ablagerungen von Calciumcarbonat an den Decken der Höhlen. Es ist erstaunlich, wie „konstruktiv“ wie ein Architekt, die Kraft des Wassers arbeitet.

Von 8. Dezember  bis zum 25. Januar, können Sie die Höhlen von Rescia in einem speziellen Kleid bewundern: die Höhlen sind mit einer weihnachtlichen Krippe geschmückt; zu bestaunen gibt es handgefertigte Statuen von den Hirten bis zu

Grotte di Resciaden Heiligen Drei Königen, den Tieren und zahlreichen Weihnachtsschmuck wie Sterne, Maschen, dekorative Lichter und Dekorationen die die Atmosphäre noch magischer gestalten. Die Krippe ist eine lange Tradition, mehrere Handwerker haben ihr Bestes getan, um eine Krippe so treu wie möglich auf die Geschichte von der Geburt des Jesuskindes zu erstellen. Sobald man in die weihnachtlich geschmückte Höhlen absteigt so kommt es einem vor als wäre man in einer kleinen Welt des Weihnachtsmanns. Oder Sie bekommen den Eindruck, sich in der Höhle, der Heiligen Familie zu befinden.

Die Höhlen sind für Besucher im Sommer und Winter geöffnet und können von verschiedenen Ortspunkten erreicht werden. Von Lugano kommend, in Richtung Porlezza und weiter in Richtung Valle d’Intelvi, dann kommen Sie nach Rescia. Oder von Argegno nach San Fedele d’Intelvi, bis nach Osteno und dann bis Rescia weiterfahren. Das Schöne ist, im Sommer können Sie die Höhlen auch mit dem Boot erreichen.

Im Sommer organisiert das Parco San Marco Beach Resort Lifestyle Bootsausflüge nach Rescia. Die Bootsfahrt ist ein wahres Erlebnis, für dasGrotta di Rescia Auge und den Geist. Sie können die Bergwelt rund um den Lago di Lugano, verschiedene Vogelarten der lokalen Fauna oder lokale Fischer bei Ihrer Arbeit bewundern. Sie können den See von Cima di Porlezza und um das Örtchen Rescia die Schönheit der Berglandschaft bewundern. Zum Parco San Marco Beach Resort Lifestyle gehört auch das Team des Wassersportcenters: eine Gruppe junger Leute, die Outdoor-Aktivitäten wie eine Führung durch die Höhlen von Rescia organisieren. Der Ausflug ist ein toller Spass für die Kinder, die Jungs veranstalten für die Kleinsten die berühmte Schatzsuche direkt in der Höhle.

Written by Miriam Baratella

Weihnachtlicher Zauber in Como

Dezember 15th, 2015 | By Endy Broglio in Parco San Marco | No Comments »

Die Stadt Como, ca. 45 Minuten Autofahrt vom Parco San Marco Beach Resort Lifestyle entfernt, verwandelt sich zur Adventszeit zum Schauplatz einer Reihe von Aktivitäten und Feierlichkeiten für Gross und Klein, geboten werden Spiele, ein Weihnachtsmarkt auf der „Piazza Carvour“ und ein Weihnachtsmarkt in den „Portici Plinio“. Geboten wird auch eine Krippenausstellung in der Kirche von San Giacomo. Auf dem Weihnachtsmarkt findet man eine grosse Vielfalt an lokalen Spezialitäten und traditionellen Kunsthandwerk-Produkten aus den verschiedenen Regionen Italiens.

Der Lago di Como und die Innenstadt werden festlich beleuchtet, der Domplatz und die „Piazza Borletto“ werden zum Zentrum der weihnachtlichen Veranstaltungen. Zum 6. Mal findet auch das „Como Magic Light Festival“ im Zentrum von Como statt. Im Rahmen des Festivals wird an jedem Abend Como in ein mystisches Licht getaucht. Bekannte Gebäude rund um den Dom sowie der Dom selbst sind die Projektionsfläche für überlebensgroße Bilder. Die majestätische Kathedrale und das anschließende mittelalterliche Rathaus erstrahlen in einem geheimnisvollen blauen Licht. Die Gebäude rund um den Domplatz sind einbezogen in die kunstvolle Lichtgestaltung. Eine ganz besondere Atmosphäre empfängt den Besucher der Altstadt.

Città dei Balocchi Como

Zum 22.Mal verwandelt sich Como zur „ Stad der Spielzeuge“ der sogenannten „Città dei Balocchi“. Der Platz „ Piazza Cavour“ direkt neben der Kunsteisbahn erstrahlt in festlichem Glanz .Während der Adventszeit herrscht dort eine weihnachtliche Atmosphäre mit geschmückten Tannen, malerischen kleinen Holzhäusern, die als Verkaufsstände dienen und leuchtenden Schaufenstern.

mercatino natale como

Die Hauptfigur der weihnachtlichen Veranstaltung in Como ist zweifellos die Kunsteisbahn in der Piazza Cavour, von wo man während des Eislaufens die einmalige Aussicht auf den Lago di Como geniessen kann! Die Kunsteisbahn in der der „Città dei Balocchi“ wird vom Onlus Verein „Croce Azzura Como“ organisiert und der Erlös wird für Projekte des Vereins genutzt, im Vorjahr konnte man mit dem Erlös einen neuen Rettungswagen ankaufen. Für das Eislaufen werden pro Person 5 Euro verlangt, die Kunsteisbahn ist jeden Tag von 14.30.bis 23.00 Uhr und an den Wochenenden und Feiertagen bereits ab 10.00 Uhr geöffnet.

Diese Ausgabe der „Città die Balocchi“ wird auch durch die lang erwartete Rückkehr des Riesenrads in den Gärten bereichert, von dem aus ist es möglich, die Schönheit von Como und der Umgebung in der Höhe zu bewundern.

ruota panoramica giardini a lago

Nutzen Sie diese Gelegenheit und nehmen Sie an diesen schönen Feierlichkeiten während Ihres Aufenthalts im Parco San Marco teil!

 Written by Endi Broglio

„Weihnachts-Tris” der süssen Art

Dezember 5th, 2015 | By Andrea Rera in Gastronomie, Parco San Marco | No Comments »

Die Herkunft der 3 beliebtesten Weihnachtsgebäcke Italiens:

PANDORO („goldenes Brot“)

Der traditionelle italienische Weihnachtskuchen hat seinen geografischen Ursprung in Verona. Die genaue Geschichte der Herkunft verliert sich leider etwas in der Zeit, darum gibt es auch mehrere Theorien, eine besagt, dass der Pandoro bereits um 500 zur Zeit der Republik Venedigs hergestellt wurde. Eine weitere besagt, der Pandoro sei eine reine Abwandlung des „Nadalin“ ein sternförmiger Kuchen aus Verona. Eine weitere Annahme zur Herkunft, ist das Wiener Brot, das mit sehr viel Butter gemacht wird und dem Pandoro sehr ähnlich ist. Ganz sicher weiss man nur, dass seit Ende 800 der Pandoro in Verona industriell hergestellt wird und dass er zu einem traditionellen Gebäck zuerst in der Gegend von Verona und anschließend auf nationalem Gebiet wurde.

Mit Sicherheit eine der Süssspeisen, die zu Weihnachten nicht fehlen darf.

pandoro

 

TORRONE („Nougat mit Mandeln“)

Wie der Pandoro wird auch die Torrone traditionell zu Weihnachten serviert. Häufig findet man den Torrone jedoch als Schokolade das ganze Jahr über. Für uns Italiener ist Cremona der Geburtsort der Torrone, dies ist jedoch nur teilweise richtig, denn ein sehr ähnliches Produkt hat ihren Ursprung im arabischen Raum, welche von dort in den mediterranen Raum, vor allem nach Spanien und Italien exportiert wurde. Eine Legende besagt, dass diese Süssware zum ersten Mal gegen Ende 1441 hergestellt wurde, zu Ehren der Vermählung von Francesco Sforza und Bianca Maria Visconti. Nach dieser Legende wurde der Torrone entsprechend der Form der „Torrazzo“, dem Glockenturm in der Nähe der Kathedrale von Cremona, eines der bekannten Wahrzeichen der Stadt hergestellt und woher auch ihr stammt. Eine andere Legende berichtet darüber, dass die erste Nachricht über der Torrone aus dem Jahr 1543 stammt, als die Stadt eine große Menge an Torroni kaufte um diese an Würdenträger die die Stadt besuchten zu schenken. Dies gibt Aufschluss darüber, inwieweit bereits der Torrone in dieser Epoche in der Gesellschaft und Volkstradition von Cremona verwurzelt war.

Mit Sicherheit werden wir selbst ein Stück Torrone zusammen mit einem Kaffee in der Weihnachtszeit genießen.

torrone

PANETTONE

Die zuverlässigste Legende besagt, dass der Mailänder Panettone (Weihnachtskuchen) während einer üppigen Weihnachtsfeier des Grafen Sforza entstand, als der Küchenchef bemerkte, dass sein Ofen seine vorbereitete Süssspeise verbrannte. Er verzweifelte und wusste nicht was er nun als Nachspeise servieren soll, sein Gehilfe, Toni, hatte die brennende Idee, den Kuchen den er aus Resten gemacht hatte zu präsentieren. Es war eine Art von süssem Brot mit Butter, kandierten Früchten und Nudeln. Zum großen Erstaunen des Küchenchefs war die Reaktion der geladenen Gäste und der Hausherren überaus positiv und sie überhäuften den Küchenchef mit Komplimenten und Enthusiasmus. Der verlegene Koch gab zu, dass der Erfolg rein seinem Gehilfen zuzuschreiben sei und seinem „Pan di Toni”. Eine andere Legende erzählt von einem jungen Falkners, Ughetto Atellani, der hoffnungslos in eine Bäckerin namens Algisa verliebt war, welche eine Bäckerei in der Nähe der Kirche „Grazie“ führte. Ihr Geschäft lief jedoch zu Weihnachten nicht besonders gut und man sah sehr viele Menschen vor der Bäckerei ihres Konkurrenten. Ughetto Atellani sah die Verzweiflung seiner Geliebten und beschließt, mit seinem letzten Geld Butter, Zucker, Eier und Rosinen zu kaufen. Sie vermischte alles mit Mehl und Liebe und der Kuchen wurde ein schöner Erfolg, nach diesem erfolgreichen Ereignis vermählten sich die beiden.

Unabhängig von den Legenden, ist der Kuchen ein simples Brot mit sehr einfachen Zutaten, die aber wenn man sie vermischt unsere Welt der Süssspeisen mehr als bereichert.

Eine Scheibe dieser Kuchenspezialität gehört zu Weihnachten einfach dazu.

panettone

Written by Angelo Lentinio