Ein Tag am Comer See

18 Oktober 2013 | By Paola Mazzo in Ausflugstipps, Parco San Marco, Urlaub mit Hund

Der Comer See ist weltberühmt und das nicht ohne Grund, hat er doch an Schönheit viel zu bieten. Jeden Besucher des Comer Sees zieht es bekanntermaßen zuerst nach Como. Dies ist verständlich, die Stadt mit seinem einzigartigen Dom, den wunderschönen alten Gebäuden und den Besonderheiten wie dem Tempio Voltiano oder der Funicolare nach Brunate begeistert jeden. Nicht umsonst hat sich George Clooney mit seinem Feriendomizil ganz in der Nähe niedergelassen.

Direkt nach Como ist Bellagio der Magnet des Lago di Como. Nicht zuletzt die einzigartige Position in der Mitte der beiden Seearme und die vielen bekannten Villen machen den kleinen Ort weltberühmt. So berühmt, dass sich sogar das populärste Hotel in Las Vegas diesen Namen zu eigen machte.

Bei so viel Berühmtheit sollen jedoch die kleinen, stilleren, unbekannteren Ecken des Lago di Como nicht vergessen werden. Hat man einen Tag Zeit und ein Auto zur Verfügung bietet es sich an, genau diese Ecken zu erkunden. Vom Hotel Parco San Marco startet man über Porlezza Richtung Menaggio zum Comer See. Noch vor dem Ortseingang Menaggios biegt man auf die SS340 Richtung St. Moritz ab und kommt so automatisch auf die idyllische Seestraße Richtung Colico. Ein erster attraktiver Punkt für einen kurzen Stopp ist der kleine Ort Dongo nach etwa 25 km. Geschichtlich ist der Ort dafür berühmt, dass Mussolini dort am Ende des 2. Weltkrieges verhaftet wurde. Besonders ist das historische Rathaus Palazzo Manzi in dessen Inneren sich das Partisanen-Museum befindet.

Nur wenige Kilometer weiter lädt Domaso zum Anhalten ein. Ein hübsches kleines Fischerdorf mit schmalen Gassen und bunten Häusern ist ideal für einen Spaziergang. Ein wahres Schmuckstück ist die Villa Camilla, das heutige Rathaus. Nicht nur das Gebäude ist schön anzusehen, auch der enorme Garten besticht mit regionalen Gewächsen und ist vor allem im Frühjahr ein echter Blütentraum.

Von Domaso aus erreicht man dann in wenigen Minuten Colico, die Stadt mit den zwei Festungsanlagen. Ganz im Norden des Comer Sees ist Colico mit seinen günstigen Winden das Paradies für Surfer. Hier hat man auch nur als Zuschauer auf der Piazza direkt am See viel zu sehen.
abbazziaEin besonderer Geheimtipp ist in Zusammenhang mit diesem Ort auch die Abbazia di Piona. Die romanische Klosteranlage befindet sich auf einer Halbinsel inmitten von Wald und Gärten abseits von jeglichem Lärm. Ein Spaziergang dort ist beruhigend und bietet einem die Möglichkeit einmal tief durchzuatmen und sich vom Frieden dieses Ortes anstecken zu lassen.

 
orridoWeniger friedvoll geht es zu wenn Sie nun die 16 km nach Bellano weiterfahren. Dessen Ortskern ist wohl als typisch italienisch zu beschreiben und sicherlich einen zweiten Blick wert. Ein Highlight ist aber vor allem der Orrido di Bellano. Hier rauscht mit einer atemberaubenden Kraft der Natur der sogenannte „Bach“ Pioverna durch den Fels und ergießt sich wie ein ohrenbetäubender Wasserfall in die Schlucht.

varenna

Als letztes Ziel der Tagestour bietet sich der Ort Varenna an. Hier kommt man nicht an der „Passeggiata dell’amore“ vorbei, dem Lungolago Varennas, der den Hafen mit dem alten Stadtzentrum verbindet. Kleine Bars und Cafés direkt am See laden zum Verweilen ein. Es lohnt sich von hier aus hoch zum Castello di Vezio aufzusteigen und von dort aus den Blick einmal von oben über den Lago di Como schweifen zu lassen.

Wieder unten am See angekommen kann man sich mit seinem Auto von der Fähre nach Menaggio übersetzen lassen und den Abend gemütlich im Parco San Marco ausklingen lassen.

Wenn Sie jetzt genau überlegen und den Ausflug gedanklich zusammenfassen, haben Sie in nur einem Tag den halben Comer See erkundet und dabei Geschichte, Spiritualität, Naturgewalt und Architektur erlebt…einfach einzigartig!

Parco San Marco Lifestyle Beach Resort
Anna Klapper
Rezeptionsteam

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