Der Monte San Giorgio und seine Fossilien

21 Oktober 2012 | By Sabine Geyer in Parco San Marco

Der Monte San Giorgio liegt zwischen den südlichen Ausläufern des Luganersees. Er ist 1.097 Meter hoch und von seinem Gipfel aus geniesst man einen prachtvollen Ausblick.

Keine andere Berglandschaft der Schweiz birgt eine grössere Vielfalt an gut konservierten Fossilien. Vor 200 Millionen Jahren befand sich hier im sogenannten Trias ein rund 100 Meter tiefes Meeresbecken, das sich unter subtropischen Klimabedingungen entwickelt hatte. In den Schichten des Berges sind Tausende versteinerte Fossilien erhalten geblieben: Fische, wirbellose Tiere (darunter manche seltene Insektenarten) und Kriechtiere (meistens Meereskriechtiere mit einer Länge von bis zu sechs Metern).
Seit dem 15. Oktober 2012 kann man eine Auswahl von versteinerten Tieren und Pflanzen aus dem weltweit einmaligen UNESCO-Weltnaturerbe in dem vom Tessiner Architekten Mario Botta erweiterten und umgebauten Fossilienmuseum in Meride bewundern!

Eine 2,5 Meter lange Rekonstruktion des Landsauriers Ticinosuchus begrüsst die Besucher bereits im Dorfzentrum von Meride. Auf vier Stockwerke verteilt, wird die grosse Vielfalt an Lebewesen vorgestellt, die vor 245 bis 180 Millionen Jahren das damalige Meer und seine Küste im Südtessin bevölkerten. Illustrationen und Modelle versetzen das Publikum in diese längst ausgestorbene Welt zurück. Die Fossilien werden seit 1850 von schweizerischen und italienischen Fachleuten ausgegraben, präpariert und wissenschaftlich beschrieben.

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