Como – die Seidenstadt

11 August 2012 | By Sabine Geyer in Parco San Marco

Como hat alles zu bieten, was man von einer Hauptstadt der Lombardei erwarten kann. Die wichtigsten Designer haben hier Filialen, es gibt ein Theater, mehrere hochrangige Museen und eine beachtliche geistliche wie auch industrielle Geschichte.

Der imposante Dom Santa Maggiore steht an einem weiten Platz in Seenähe. Direkt angebaut ist der Broletto, das ehemalige Rathaus mit Stadtturm aus dem 13. Jh. Um Como herum befinden sich noch Teile der alten Stadtmauer, auf die Sie irgendwann automatisch treffen, wenn Sie sich südlich halten. Jeden Dienstag und Donnerstagvormittag und samstags den ganzen Tag ist an der Stadtmauer ein Markt aufgebaut, wo Sie günstig Kleidung, Schuhe, Taschen, Gürtel und auch Lebensmittel erwerben können.

Am See findet man eine lange Promenade sowie den Piazza Cavour, wo auch die Schiffe anlegen.

Am  Torre di Porta Vittoria endet die Fußgängerzone, die man durch einen Torbogen verlässt. Auf dem Weg hierher lernen Sie die bezaubernde historische Altstadt kennen, die mit ihren zahlreichen, wenig auf den Tourismus zugeschnittenen Geschäften zu einem ausgedehnten Stadtbummel einlädt.
Im 15. Jahrhundert war Como im Bereich der Seidenindustrie größter Arbeitgeber der Region. Die Stadt und ihr Umland sind einer der bedeutendsten Standorte Europas für die Seidenraupenzucht. Viele Bauern sattelten damals von klassischer regionaler Landwirtschaft auf Seidenraupenzucht um und unterstützten damit den europa- und weltweiten Aufschwung Como‘s als Metropole des edelsten Naturstoffes. Dass sie infolgedessen die Infrastruktur zu Wasser und zu Land rund um den Lago di Como entsprechend ausbauten war ein Nebeneffekt, dessen Vorteile sich bis in die heutige Zeit auswirken.
Lorenzo il Manificio war es, der im 15. Jahrhundert mit dem Pflanzen von Maulbeerbäumen begann. Die Blätter dieses Baumes sind die Hauptnahrungsquelle der Seidenraupen, aus deren Spinnfäden Seide produziert wird. Die Seidenproduktion musste aus Kostengründen leider nach dem Zweiten Weltkrieg eingestellt werden. Dennoch spielt Como auch heute noch eine wichtige Rolle in der Verarbeitung von Seide; der Rohstoff wird allerdings aus Fernost eingeführt. Wer weiterführende Informationen sucht, dem sei das Museo Didattico della Seta in der Via Castelnuovo empfohlen. Das Museum erklärt alle Schritte der Seidenproduktion ausführlich an meist historischen Maschinen.

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